1-Prozent-Gehaltserhöhung für Politiker: Österreichs Regierung hebt Bezüge 2025 an
Käte Kitzmann1-Prozent-Gehaltserhöhung für Politiker: Österreichs Regierung hebt Bezüge 2025 an
Österreichische Bundespolitiker erhalten im Jahr 2025 eine Gehaltserhöhung von 1 Prozent. Dies ist die erste Anpassung der Bezüge nach drei Jahren eingefrorener Löhne für Regierungsmitglieder und den Bundespräsidenten. Bereits 2024 hatte es eine kleinere Erhöhung gegeben, die jedoch nur die Hälfte der Inflationsrate abdeckte.
Von der Gehaltsanpassung betroffen sind zahlreiche Funktionen, darunter der Bundespräsident, der Bundeskanzler, der Vizekanzler, die Minister der Bundesregierung, die Mitglieder des Nationalrats und des Bundesrats, der Präsident des Rechnungshofs sowie die Mitglieder des Volksanwaltskollegiums. Die Anpassung folgt einem gestuften System und wird grundsätzlich jährlich überprüft.
Die Erhöhung gleicht die Inflation jedoch nicht vollständig aus. Mit dieser Entscheidung sollen die Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung unterstützt werden. Auch die Finanzierung von Parteien, Parlamentsklubs und Akademien bleibt in den nächsten zwei Jahren unverändert.
Die aus ÖVP, SPÖ und NEOS bestehende Koalitionsregierung hatte die Reform im Rahmen ihres Koalitionsabkommens vereinbart und den Vorschlag vergangene Woche dem Nationalrat vorgelegt. Durch wiederholte Einfrierungen und unter der Inflationsrate liegende Erhöhungen hat sich der reale Wert dieser Gehälter seit 1997 verringert.
Die Erhöhung um 1 Prozent tritt im kommenden Jahr in Kraft. Damit endet zwar die dreijährige Gehaltsstagnation, doch die über die Jahre verlorene Kaufkraft wird nicht vollständig wiederhergestellt. Die Entscheidung hält die politischen Bezüge im Einklang mit den allgemeinen Haushaltsvorgaben.






