Amos Oz' "Zwischen Freunden" – ein literarischer Abend über Kibbuz-Träume und Widersprüche
Paulina JüttnerAmos Oz' "Zwischen Freunden" – ein literarischer Abend über Kibbuz-Träume und Widersprüche
Ein literarischer Abend am 13. Mai lässt das Werk von Amos Oz in einer besonderen Lesung lebendig werden. Hein Haun wird Auszüge aus „Zwischen Freunden“ vortragen, einem Roman, der in den Kibbuzim Israels der 1950er-Jahre spielt. Die Veranstaltung, eine Mischung aus Erzählung und Musik, wird vom Katholischen Bildungswerk und dem Verein Ganey Tikva organisiert.
Die ersten Kibbuzim entstanden im Heiligen Land lange vor der Gründung Israels im Jahr 1948. Diese kollektiven Siedlungen strebten eine ideale Gesellschaft an – eine ohne Privateigentum, in der Gleichheit und gemeinsame Arbeit den Alltag prägten. Dieser Traum hinterließ nach der Unabhängigkeitserklärung durch David Ben-Gurion am 14. Mai 1948 tiefgreifende Spuren in der jungen Nation.
Amos Oz’ „Zwischen Freunden“ taucht ein in die Widersprüche dieses gemeinschaftlichen Lebens. Eine der Geschichten, „Esperanto“, handelt von Martin, einem Schuhmacher, der auf seinem Kibbuz eine Esperanto-Gruppe gründen möchte. Sein Ringen spiegelt die größeren Spannungen zwischen persönlichen Träumen und kollektiven Forderungen wider.
Bei der anstehenden Veranstaltung wird Heinz D. Haun„Esperanto“ rezitieren, begleitet von den Musikern Arne Meinhardt und Anaïs Meinhardt. Der Abend verspricht eine Reflexion über die Ideale der Kibbuz-Bewegung und die menschlichen Geschichten dahinter.
Die Lesung bietet den Zuhörern einen Einblick in das Kibbuz-Leben durch Oz’ lebendige Erzählkunst. Durch die Verbindung von Literatur und Musik rückt die Veranstaltung in den Fokus, wie das kollektive Zusammenleben die frühen Jahre Israels geprägt hat. Karten sind über die veranstaltenden Vereine erhältlich.






