Antisemitische Schmierereien in Rastatt: Hakenkreuze und Parolen an Gebäuden und Gräbern
Alida ZänkerAntisemitische Schmierereien in Rastatt: Hakenkreuze und Parolen an Gebäuden und Gräbern
In Rastatt sind mehrere Gebäude und Gräber mit antisemitischen Parolen und NS-Symbolen beschmiert worden. Die Vorfälle ereigneten sich innerhalb von zwei Tagen, wobei die ersten Schmierereien am Mittwochabend, dem 7. Mai 2025, entdeckt wurden. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen Sachbeschädigung eingeleitet.
Die erste beschmierte Fassade wurde am Mittwochabend an einer Reithalle gefunden. Am folgenden Morgen tauchten weitere antiisraelische Parolen an den Wänden des Residenzschlosses auf. Zudem wurden auf dem Friedhof an der Gerwigstraße einzelne Grabsteine mit Hakenkreuzen besprüht.
Unbekannte Täter haben in den vergangenen Tagen an mehreren Orten in Rastatt politische Schmierereien angebracht. Die Vorfälle stehen im Zusammenhang mit den jüngsten Spannungen nach dem Konflikt im Nahen Osten.
Die Polizeiinspektion Rastatt sammelt derzeit Beweismaterial und bittet Zeugen, sich zu melden. Hinweise können unter der Telefonnummer 07222 761-0 mitgeteilt werden. Die Ermittlungen laufen noch; die Behörden prüfen die Schäden an den betroffenen Stellen.
Zwischen Oktober 2024 und März 2025 wurden in Baden-Württemberg 75 Beratungsfälle im Zusammenhang mit antisemitischen Vorfällen registriert. Die jüngsten Schändungen in Rastatt verstärken die Sorgen über eine Zunahme politisch motivierter und hasserfüllter Graffiti in der Region.






