Aprilscherze in Mainz: Von Spa-Weingütern bis zu Baustellen-Denkmälern
Alida ZänkerAprilscherze in Mainz: Von Spa-Weingütern bis zu Baustellen-Denkmälern
Aprilscherze bringen Mainzer Region zum Lachen
Der 1. April bescherte Mainz und Umgebung eine Welle humorvoller Ankündigungen – von politischen Scherzen bis zu skurrilen Wellness-Ideen. Lokale Persönlichkeiten und Unternehmen nutzten den Tag für kreative Streiche, die zwar allesamt erfunden waren, aber für beste Unterhaltung sorgten.
Einer der meistdiskutierten Aprilscherze kam von Schloss Vollrads, dem historischen Weingut im Rheingau. Die Betreiber kündigten scherzhaft eine radikale Umbenennung in "Bad Schloss Vollrads" an – inklusive eines luxuriösen Spa-Projekts. Oestrich-Winkel sollte demnach zum Wellness-Hotspot werden, mit Vinotherapie in Räumen, die an die Lagerung edler Riesling-Weine erinnern. Selbst eine neu entdeckte, mineralstoffreiche Quelle auf dem Gelände wurde als Grundlage für eine Thermalbad-Landschaft präsentiert.
Im Ahrtal berichtete eine Lokalzeitung unterdessen von einem angeblichen Rotwein-Whirlpool, gefüllt mit Spätburgunder – eine Anspielung auf die Weinbautradition der Region, die freilich rein fiktiv blieb.
Auch Politiker ließen sich nicht lumpen: Thomas A. Klann (FDP Mainz) veröffentlichte eine gefälschte Erklärung über seinen Parteiaustritt und Wechsel zur CDU. Und der neue Mainzer Baudezernent Ludwig Holle (CDU) drehte ein Video, in dem er alle Baustellen der Stadt kurzerhand zu "denkmalgeschützten Kulturstätten" erklärte – mit der Begründung, man wolle die legendär langwierigen Projekte "für die Nachwelt bewahren". Bauarbeiten seien daher bis auf Weiteres "eingefroren", so der Scherz.
Andernorts behauptete die Freiwillige Feuerwehr Ahrweiler, ein "Feuerwehrpferd" in ihren Fuhrpark aufgenommen zu haben. Und in Mainz sorgte Peter, ein bekannter Metzger, bei Fußballfans für Heiterkeit, als er verkündete, neuer Koch bei Mainz 05 zu sein – wobei seine Würste nach wie vor zuverlässiger sind als seine angebliche Karriere in der Bundesliga-Küche.
Die Streiche, so kurzlebig sie auch waren, brachten die Menschen zum Schmunzeln. Die fiktive Spa- und Vinotherapie-Idee von Schloss Vollrads unterstrich auf charmante Weise die Weinbaukultur der Region, während Politiker und Kleinunternehmer den Tag nutzten, um mit der Gemeinschaft zu plaudern. Am Ende blieb alles beim Alten – keine echten Politikwechsel, keine Baustopp-Beschlüsse und schon gar keine weingefüllten Whirlpools. Nur ein Tag voller Lachen, bevor der Alltag wieder Einkehr hielt.






