Baden-Württemberg macht Schulwege sicherer mit neuen Schulstraßen und Fahrradführerschein
Paulina JüttnerBaden-Württemberg macht Schulwege sicherer mit neuen Schulstraßen und Fahrradführerschein
Baden-Württemberg erweitert das Programm "MOVERS – Aktiv zur Schule" für das Schuljahr 2025/2026
Das Land Baden-Württemberg baut sein Programm "MOVERS – Aktiv zur Schule" für das kommende Schuljahr 2025/2026 aus. Ziel der Initiative ist es, den Schulweg von Kindern sicherer und selbstständiger zu gestalten. Neu eingeführt werden unter anderem Schulstraßen, ein Fahrradführerschein für Grundschüler sowie ein Werkzeugkasten zur Erfassung sichtbarer Schulwege.
Das Verkehrsministerium hat dazu einen neuen Erlass veröffentlicht, der die Einrichtung von Schulstraßen und Schulzonen vereinfacht. Die Regelungen schaffen klare rechtliche Rahmenbedingungen für Kommunen und ersparen ihnen teure Gutachten. Bereits bis Ende 2023 hatten 150 Städte und Gemeinden im Land solche Zonen nach den bisherigen Vorgaben eingerichtet.
Schulstraßen sehen vor, dass Abschnitte vor Schulen zu Beginn und Ende des Unterrichts für den motorisierten Verkehr gesperrt werden – mit Ausnahmen für Anwohner und Menschen mit Behinderungen. Schulzonen hingegen sind dauerhaft für Fahrzeuge gesperrt, insbesondere dort, wo Straßen zuvor von Autofahrern als Schleichwege genutzt wurden.
Beide Maßnahmen tragen dazu bei, das Verkehrschaos vor Schultoren zu verringern und Kindern sichere Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller zu ermöglichen. Der Erlass regelt zudem praktische Schritte wie die korrekte Beschilderung und die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen. Zudem können Städte und Gemeinden nun offizielle Bring- und Holzonen einrichten, um Staus durch sogenannte "Eltern-Taxis" zu entlasten.
Im Rahmen des erweiterten MOVERS-Programms wird für Grundschulen ein neuer "Werkzeugkasten Sichtbare Schulwege" eingeführt. Damit lassen sich sichere Fuß- und Radwege kartieren. Zudem wird der Fahrradführerschein stärker beworben, um die Verkehrskompetenz der Kinder zu verbessern.
Der aktualisierte Erlass und das ausgeweitete MOVERS-Programm bieten Kommunen klarere Vorgaben für einen sicheren Schulweg. Sie erhalten damit mehr Instrumente, um Verkehrsrisiken zu minimieren und die eigenständige Mobilität von Kindern zu fördern. Für Rückfragen steht die Pressestelle des Verkehrsministeriums sowie die Bürgerbeauftragte zur Verfügung.






