Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Kasperl, Knödelwerfer und Dürers Hasen
Paulina JüttnerWenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Kasperl, Knödelwerfer und Dürers Hasen
Mehrere bayerische Städte ersetzen klassische Fußgängerampeln durch lokale Kultursymbole
Mit der Maßnahme sollen regionaler Stolz zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig die Verkehrssicherheit gewahrt werden. Doch nicht alle Vorschläge stoßen bei den Behörden auf sofortige Zustimmung.
Die Augsburger "Kasperl"-Ampel benötigte etwa eine Sondergenehmigung der Regierung von Schwaben, bevor sie installiert werden durfte. Ähnlich verwarf die Stadt Hof zunächst ihren Plan, den beliebten Würstchenverkäufer "Wärschtlamo" abzubilden – aus Sorge um die Verkehrssicherheit. Später wurde das Vorhaben jedoch doch genehmigt.
Andere Städte haben die Umstellung bereits vollzogen: In Nürnberg zeigt die Fußgängerampel nun Albrecht Dürers berühmten Feldhasen. In Deggendorf geleitet eine Frau, die Knödel wirft, die Passanten über die Straße. München verfügt über drei "Pumuckl"-Ampeln, Straubing über eine mit "Bruder Straubinger". In Dachau sind die Signale mit Figuren in traditioneller bayerischer Tracht gestaltet – die Schablonen kosten 300 Euro, hinzu kommt das Honorar des Designers.
Trotz des Trends bleibt das bayerische Innenministerium vorsichtig. Die Behörden argumentieren, dass standardisierte Designs für alle Verkehrsteilnehmer Klarheit und Sicherheit garantieren.
Themenampeln sind für viele bayerische Städte zu einem Symbol lokaler Identität geworden. Während einige Projekte auf Hindernisse stoßen, prägen genehmigte Motive inzwischen das Straßenbild mehrerer Kommunen. Die Diskussion, wie sich Kreativität und Verkehrsvorschriften in Einklang bringen lassen, dauert indes an.






