23 May 2026, 22:35

Bergkirchweih 2024: Warum diese Partyschlager jetzt verboten sind

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Bergkirchweih 2024: Warum diese Partyschlager jetzt verboten sind

Erlangens berühmtes Bergkirchweih-Volksfest steht 2024 vor Veränderungen, nachdem die Stadtverwaltung mehrere bekannte Partyschlager auf eine schwarze Liste gesetzt hat. Der Schritt folgt einer Beschwerde einer Frau, die im vergangenen Jahr belästigt worden sein will und sich durch die gespielte Musik unwohl fühlte. Fast eine Million Besucher werden zum diesjährigen Fest erwartet – doch die neuen Richtlinien sorgen unter Wirten und Künstlern für Diskussionen.

Der Streit begann 2023, als eine Besucherin aggressives Verhalten und die Texte bestimmter Lieder kritisierte. Daraufhin prüften die Gleichstellungsbeauftragten der Grünen, Reka Lörincz und Nora Hahn-Hobeck, eine Liste „problematischer Partyschlager“. Ihre Bewertung führte zu einem Index von Titeln, die als sexistisch oder frauenfeindlich eingestuft wurden – darunter Klassiker wie Skandal im Sperrbezirk sowie Stücke von Künstlern wie Mickie Krause und Peter Wackel.

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Der Erlanger Stadtrat hatte bereits 2021 – mit Unterstützung von CSU, Linken und SPD – Lieder verurteilt, die „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ fördern. Nun müssen die Festveranstalter die indizierten Titel meiden. Doch die Entscheidung stößt auf Widerstand: Einige Wirte hinterfragen die Notwendigkeit einer solchen Liste, und Berichten zufolge zögern manche Künstler, unter den neuen Regeln in Deutschland aufzutreten.

Trotz der Kritik betont die Stadtverwaltung, dass die Maßnahmen ein sicheres Umfeld für alle Gäste schaffen sollen. Das Bergkirchweih, eines der größten Feste Deutschlands, wird wie geplant stattfinden – allerdings mit einer überarbeiteten Playlist.

Die schwarze Liste wirkt sich bereits auf die Buchung von Künstlern und die Politik der Festzelte aus. Angesichts von fast einer Million erwarteter Besucher müssen die Organisatoren nun Tradition und die aktualisierten Vorgaben in Einklang bringen. Das Ergebnis könnte zum Vorbild für andere deutsche Feste werden, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind.

Quelle