07 May 2026, 04:30

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Umbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Denkmal in einem Stadtplatz für Holocaust-Opfer mit einem Baum davor, einem Topf mit einer Pflanze, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen und Bäumen im Hintergrund.

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Umbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Vorplatz des Berliner Abgeordnetenhauses wird zu Ehren von Holocaust-Überlebender Margot Friedländer umbenannt

Die offizielle Feier beginnt um 9:00 Uhr mit der Enthüllung einer neuen Namensplatte. Regierender Bürgermeister Kai Wegner wird im Plenarsaal eine Würdigung Friedländers halten.

Der Tag beginnt mit einer feierlichen Veranstaltung um 9:00 Uhr, in der Wegner in seiner Rede das Leben und Wirken der Ehrenbürgerin Berlins würdigen wird. Im Anschluss erhält der umbenannte Platz offiziell seine aktualisierte Gedenktafel.

Später, um 11:00 Uhr, tritt das Abgeordnetenhaus zu einer um eine Stunde verschobenen Plenarsitzung zusammen. Die Abgeordneten werden über die Maifeierlichkeiten und -demonstrationen am 1. Mai beraten, die weitgehend friedlich verliefen. Die Berliner Polizei registrierte rund 120 Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Ordnungswidrigkeiten, Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Mehrere Dutzend Personen wurden während der Ereignisse vorübergehend festgenommen. Zudem gab es Vorwürfe wegen Beleidigung und sexueller Belästigung. In der Sitzung werden diese Vorfälle sowie der allgemeine Ablauf der Kundgebungen aufgearbeitet.

Die Umbenennung verankert Friedländers Vermächtnis dauerhaft am Platz vor dem Landtagsgebäude. Parallel dazu setzt sich die Plenarsitzung mit dem Polizeieinsatz und den Ermittlungen zu den Mai-Krawallen auseinander. Beide Veranstaltungen spiegeln die anhaltenden Bemühungen der Stadt wider, historische Erinnerungskultur und öffentliche Sicherheit zu verbinden.

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