16 March 2026, 16:36

Boris Palmer lehnt Ministeramt ab und bleibt Tübinger Oberbürgermeister

Das Gebäude des Bundestages in Berlin, Deutschland, ein großes Gebäude mit zahlreichen Fenstern, umgeben von Straßenmasten, Fahrzeugen, Menschen, Flaggen und Bäumen unter einem bewölkten Himmel.

Boris Palmer lehnt Ministeramt ab und bleibt Tübinger Oberbürgermeister

Boris Palmer hat ein mögliches Kabinettsamt in der Landesregierung von Baden-Württemberg abgelehnt. Der parteilose Politiker bestätigte, dass er stattdessen weiter als Oberbürgermeister von Tübingen im Amt bleibt. Seine Entscheidung folgt auf Gespräche mit Cem Özdemir, dem Kandidaten der Grünen für das Amt des Ministerpräsidenten als Nachfolger von Winfried Kretschmann.

Palmer, der die Grünen 2023 nach einer Reihe von Kontroversen verlassen hatte, war über eine mögliche Ministerrolle im Gespräch gewesen. Sowohl Özdemir als auch der amtierende Ministerpräsident Kretschmann hatten signalisiert, dass sie eine Rückkehr Palmers in die Partei begrüßen würden. Dennoch machte Palmer deutlich, dass er in seiner aktuellen Position bleiben wolle.

Während des jüngsten Landtagswahlkampfs hatte Palmer offen für Özdemir Partei ergriffen. Seine Unterstützung unterstrich die anhaltenden Verbindungen zum pragmatischen Flügel der Grünen, den sogenannten Realos. Als ihm jedoch ein Kabinettsposten angeboten wurde, entschied er sich, in Tübingen zu bleiben.

Die öffentliche Meinung zu seiner Entscheidung war gespalten. Über ein Drittel der befragten Wähler hatte gehofft, Palmer würde eine Rolle auf Landesebene übernehmen. Der Oberbürgermeister betonte jedoch, sein Fokus liege weiterhin auf der kommunalen Führung.

Mit Palmers Absage endet die Spekulation über ein politisches Comeback bei den Grünen. Er bleibt Tübinger Oberbürgermeister und behält seinen Status als Parteiloser bei. Die Entscheidung zwingt Özdemir nun, sein Kabinett ohne eine der bekanntesten ehemaligen Persönlichkeiten der Partei zu bilden.

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