Bosch reformiert Nutzfahrzeugsparte für elektrifizierte Zukunft und wachsendes Frachtgeschäft
Franziska MentzelBosch reformiert Nutzfahrzeugsparte für elektrifizierte Zukunft und wachsendes Frachtgeschäft
Bosch baut Nutzfahrzeugsparte um, um in einem sich wandelnden Markt zu wachsen
Der Technologiekonzern Bosch strukturiert seine Division für Nutzfahrzeuge neu, um das Wachstum in einem sich verändernden Markt voranzutreiben. Das Unternehmen will von der steigenden globalen Nachfrage nach Frachttransporten und dem Umstieg auf alternative Antriebssysteme profitieren. Die Änderungen treten ab Januar 2025 in Kraft und werden in einer neuen Geschäftseinheit gebündelt, die sich auf Lkw und Off-Road-Anwendungen konzentriert.
Im Rahmen der Umstrukturierung werden die Bereiche Systementwicklung, Produktmanagement und Portfolioplanung in einer einzigen Einheit zusammengeführt. Dieser Schritt soll die Ausrichtung schärfen und die Effizienz im Nutzfahrzeugsektor steigern. Aktuell stammt jeder vierte Euro des Bosch-Umsatzes aus Komponenten für Lkw und schwere Nutzfahrzeuge.
Jan-Oliver Röhrl übernimmt Führung der neuen Sparte Zum Leiter der neuen Division wurde Jan-Oliver Röhrl ernannt, der als Executive Vice President für Nutzfahrzeuge und Off-Road tätig sein wird. Das Unternehmen rechnet in den kommenden zehn Jahren mit tiefgreifenden Veränderungen in der Antriebstechnik. Bis 2030 werden voraussichtlich rund 20 Prozent aller neu zugelassenen Nutzfahrzeuge über sechs Tonnen mit batterieelektrischen Antrieben fahren. Weitere 3 Prozent werden Brennstoffzellen nutzen.
Elektrifizierung nimmt bis 2035 weiter Fahrt auf Der Trend wird sich bis 2035 beschleunigen: Prognosen zufolge wird dann jeder dritte Lkw batteriebetrieben sein. Ein weiterer Anteil von etwa zehn Prozent wird auf Wasserstoff-Brennstoffzellen als Antrieb setzen.
Die Neuaufstellung von Bosch spiegelt die rasante Entwicklung der Nutzfahrzeugbranche wider. Die neue Einheit soll das Unternehmen in die Lage versetzen, die Nachfrage nach saubereren und effizienteren Transportlösungen zu bedienen. Die Änderungen passen sich den globalen Trends zur Elektrifizierung und zu alternativen Kraftstoffen in schweren Fahrzeugflotten an.






