24 March 2026, 20:32

Brantner wirbt um enttäuschte FDP-Wähler in unsicheren Zeiten

Eine 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die seine politischen Teilungen zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

Brantner wirbt um enttäuschte FDP-Wähler in unsicheren Zeiten

Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat sich an ehemalige Wähler der FDP gewandt. Ihr Appell kommt zu einer Zeit, in der liberale Parteien in zentralen deutschen Bundesländern mit Rückschlägen kämpfen. Sie argumentiert, dass die liberale Demokratie angesichts der aktuellen politischen Lage breitere Unterstützung benötige.

Der Einfluss der FDP hat sich in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz deutlich verringert. Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz im März 2026 legte die AfD um 11,7 Punkte auf 20 Prozent zu, während die SPD über neun Punkte verlor. Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich in Baden-Württemberg, wo die AfD ebenfalls stark an Boden gewann.

Brantner wies darauf hin, dass der Liberalismus in den Landtagen von Stuttgart und Mainz nun brüchig wirke. Sie betonte, dass beide Parlamente inzwischen nur noch aus vier Parteien bestünden: CDU, Grüne, SPD und AfD. Der Niedergang der FDP habe eine Lücke hinterlassen, und Brantner unterstrich die Notwendigkeit einer erneuerten Verpflichtung zu liberalen Werten.

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Sie erinnerte zudem daran, dass der ehemalige Grünen-Chef Cem Özdemir bereits versucht habe, Ex-FDP-Wähler anzusprechen. Nun knüpfe sie selbst daran an und rufe sie auf, ein System zu unterstützen, in dem Bürger Verantwortung übernehmen und der Staat nicht jeden Lebensbereich dominiert.

Der Vorstoß der Grünen, ehemalige FDP-Wähler zu gewinnen, spiegelt eine sich wandelnde politische Landschaft wider. Während die AfD an Einfluss gewinnt und traditionelle liberale Parteien schwächer werden, zielt Brantners Appell darauf ab, die Unterstützung für die liberale Demokratie zu stärken. Das Ergebnis dieser Initiative könnte künftige Bündnisse in beiden Bundesländern prägen.

Quelle