17 June 2026, 17:09

Buchladen in Bremen eskaliert Konflikt mit Kulturminister Weimer durch provokante Fassade

Ein Schaufenster für Prinz Weimar

Buchladen in Bremen eskaliert Konflikt mit Kulturminister Weimer durch provokante Fassade

Ein Buchladen in Bremen ist zum Zentrum eines Streits mit Kulturminister Wolfram Weimer geworden. Die Buchhandlung Der Goldene Laden geriet ins Visier des Verfassungsschutzes, nachdem an ihrer Fassade ein umstrittenes Motto prangte. Weimer schloss den Laden später von einer renommierten Buchhandelsauszeichnung aus.

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Erstmals auf sich aufmerksam gemacht hatte Der Goldene Laden, als an seiner Fassade der Spruch „Deutschland, verrecke bitte“ erschien. Am vergangenen Samstagnachmittag brachten sechs Personen ein großes Stofftransparent am Giebel des Gebäudes an und veränderten damit sein Erscheinungsbild weiter.

Die Inhaberin Ausma Zvidrina hat seitdem die Schaufensterdekoration umgestaltet. Dort thront nun ein überlebensgroßes Porträt Weimers – umgeben von seinen veröffentlichten Werken. Die Fassade selbst ist mit Zitaten des Ministers bedeckt.

Zvidrina erklärte, der Laden werde Weimers Bücher nicht führen. Auf die Frage, ob die Umgestaltung den Buchladen von linksextremen Positionen distanziere, antwortete sie mit Gelächter.

Der Kulturminister hatte die Buchhandlung vom Verfassungsschutz prüfen lassen. Zudem schloss er sie vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026 aus. Die Neugestaltung des Ladens und die öffentlichen Äußerungen haben den Konflikt zwischen der Inhaberin und dem Minister weiter zugespitzt.

Quelle