Bundesliga-Skandal: Mann greift Torwart mit Feuerzeug an – jetzt das Urteil
Franziska MentzelBundesliga-Skandal: Mann greift Torwart mit Feuerzeug an – jetzt das Urteil
Ein 28-jähriger Mann hat eine Bewährungsstrafe erhalten, nachdem er während eines Bundesliga-Spiels einen Torwart angegriffen hatte. Der Vorfall ereignete sich im Dezember 2024, als der Mann ein Feuerzeug auf Bochums Patrick Drewes warf, ihn dabei verletzte und das Spiel für mehr als 25 Minuten unterbrach. Das Amtsgericht Tiergarten stufte das Feuerzeug als gefährliches Werkzeug ein.
Der Angriff geschah am 14. Dezember 2024 im Stadion An der Alten Försterei in Köpenick. Unter Alkoholeinfluss schleuderte der Mann ein Feuerzeug in Richtung Drewes und traf ihn am Kopf. Der Torhüter erlitt eine leichte Schädelprellung und musste eine Woche pausieren. Später schilderte er vor Gericht anhaltende Schwindelattacken, Kopfschmerzen und Übelkeit nach dem Treffer.
Das Spiel wurde für über 25 Minuten unterbrochen, bevor die Offiziellen Bochum einen 2:0-Sieg zusprachen. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete den Angriff als „ein absolutes No-Go – eine rote Linie, die überschritten wurde“ und forderte eine zehnmonatige Bewährungsstrafe.
In seinem Urteil verhängte das Gericht eine sechsmonatige Bewährungsstrafe. Zudem erhielt der Angeklagte ein zweijähriges Stadionverbot für alle Spiele der ersten, zweiten und dritten Liga sowie der Regionalliga.
Das Urteil beendet einen Fall, der ein Bundesliga-Spiel unterbrach und den Torwart mit langfristigen Beschwerden zurückließ. Die Bewährungsstrafe und das Stadionverbot unterstreichen die Schwere der Tat, die das Gericht als gefährliche Körperverletzung einordnete.






