20 April 2026, 14:36

Bundesregierung plant strengere Regeln für medizinisches Cannabis und Online-Rezepte

Eine Gruppe von Menschen, die um ein Auto mit einem "Legalise Cannabis Ireland"-Schild stehen, umgeben von Gebäuden, Laternenmasten und einem klaren blauen Himmel, mit Papieren im Auto sichtbar.

Bundesregierung plant strengere Regeln für medizinisches Cannabis und Online-Rezepte

Die deutsche Bundesregierung arbeitet an einem neuen Gesetz, das die Kontrollen für medizinisches Cannabis verschärfen soll. Die geplanten Regelungen sehen ein Verbot von Online-Rezepten und Versandhandelslieferungen vor, um Missbrauch einzudämmen, während die Therapieentscheidungen weiterhin in der Hand der Ärzte bleiben sollen. Angesichts von über fünf Millionen erwachsenen Cannabisnutzern bundesweit betonen die Verantwortlichen die Notwendigkeit klarer und transparenter Vorschriften.

Der Vorstoß für strengere Bestimmungen kommt zu einer Zeit, in der die medizinische Nutzung von Cannabis in Deutschland zunimmt. Derzeit sind mehr als 100.000 Patienten auf Cannabis als Schmerzmittel oder bei anderen Erkrankungen angewiesen, wobei viele innerhalb von sechs Monaten eine verbesserte Lebensqualität berichten. Dennoch bleibt die Regierung vorsichtig und verweist auf das Risiko von Abhängigkeiten sowie die Bedeutung strukturierter Behandlungspläne.

Bei einer parlamentarischen Veranstaltung des Pharmakonzerns Stada verteidigte der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Professor Dr. Hendrik Streeck, die Initiative. Er warnte, dass Cannabis-Missbrauch weiterhin ein ernstes Problem darstelle, und forderte eine ärztliche Begleitung, um Fehlgebrauch zu verhindern. Frank Staud, Executive Vice President für Global Communications & Government Affairs bei Stada, unterstützte diese Position und plädierte für klare Richtlinien beim Online-Verkauf, um mögliche Ausbeutung zu unterbinden.

Der Gesetzentwurf betont zudem die Notwendigkeit persönlicher Arztbesuche, bevor Rezeptausstellungen über Telemedizin erfolgen dürfen. Während der Freizeitkonsum von Cannabis durch regulierte Abgabe angegangen wird, bleibt der medizinische Zugang streng überwacht. Die Behörden bestehen darauf, dass Ärzte die Kontrolle über Therapieentscheidungen behalten müssen, um die Patientensicherheit zu gewährleisten.

Das geplante Verbot von Online-Rezepten für Cannabis zielt darauf ab, Missbrauch einzudämmen, ohne den medizinischen Zugang zu gefährden. Patienten sollen weiterhin behandelt werden, allerdings mit strengeren Auflagen und verpflichtenden Nachsorgeuntersuchungen. Der Ansatz der Regierung spiegelt einen Ausgleich wider zwischen der Berücksichtigung der weitverbreiteten Nutzung und der Vermeidung von Abhängigkeitsrisiken.

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