28 June 2026, 18:29

CDU und SPD in NRW verlieren dramatisch – AfD und Grüne legen zu

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

CDU und SPD in NRW verlieren dramatisch – AfD und Grüne legen zu

Umfragewerte in Nordrhein-Westfalen haben sich in den letzten Monaten deutlich verschoben. Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst ist auf 32 Prozent gefallen, während andere Parteien spürbare Veränderungen in ihrer Unterstützung verzeichnen. Auch die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist stark gesunken.

Die CDU verlor seit Februar drei Prozentpunkte und liegt nun bei 32 Prozent. Die SPD unter Jochen Ott büßte ebenfalls drei Punkte ein und fällt mit 17 Prozent fast auf ihr Jahresiefst. Die Grünen hingegen legten zwei Punkte zu und kommen auf 15 Prozent.

Die AfD erreichte mit 17 Prozent ihr bestes Ergebnis im Land und liegt damit erstmals gleichauf mit der SPD. Die FDP übersprang erneut die Fünf-Prozent-Hürde und gewann einen Punkt hinzu, während die Linke stabil bei sechs Prozent bleibt.

Auch die persönlichen Werte von Ministerpräsident Wüst haben sich verschlechtert: 42 Prozent der Bürger sind mit seiner Arbeit zufrieden, 40 Prozent unzufrieden. Die Zustimmung zur Landesregierung sank ebenfalls – nur noch 42 Prozent zeigen sich zufrieden, 53 Prozent sind unzufrieden.

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Wirtschaftliche Sorgen nehmen zu: Nur noch 22 Prozent der Wähler bewerten die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Angst vor Arbeitslosigkeit stieg: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten um ihren Job, sechs Punkte mehr als 2023.

Auch die politischen Prioritäten der Wähler haben sich verschoben. Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehr stehen mit 31 Prozent der Nennungen an erster Stelle, gefolgt von Bildung und Schulen (24 Prozent). Migration rutschte auf Platz drei ab – nur noch 20 Prozent sehen sie als drängendstes Problem.

Die aktuelle Umfrage spiegelt einen politischen Wandel in Nordrhein-Westfalen wider: CDU und SPD verlieren an Unterstützung, während AfD und Grüne zulegen. Gleichzeitig wachsen wirtschaftliche Ängste und Unmut über die Regierungsarbeit, wobei die Infrastruktur nun das zentrale Thema der Wähler ist.

Quelle