06 June 2026, 14:23

CSU-Politikerin Bäder löst mit BAföG-Kritik Debatte über Privilegien von Studierenden aus

Dorothee Mantels Studien

CSU-Politikerin Bäder löst mit BAföG-Kritik Debatte über Privilegien von Studierenden aus

Dorothee Bäder, langjähriges CSU-Mitglied, meldete sich Ende Mai 2023 mit Kritik an den geplanten BAföG-Reformen zu Wort. Ihre Äußerungen fielen in eine Phase, in der die Koalitionspläne zur Erhöhung der Wohnkostenpauschale für Studierende auf Widerstand stießen. Bäder, die bereits in jungen Jahren in die Politik ging, hat eine Karriere vorzuweisen, die sowohl von akademischen als auch parteipolitischen Erfolgen geprägt ist.

Ihre jüngsten Aussagen zur Studienförderung sorgten für Diskussionen – insbesondere ihre Einschätzung, Studierende seien „sehr privilegiert“ und sollten Berufstätigkeit mit dem Studium verbinden.

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Geboren 1978, trat Bäder bereits mit 15 Jahren der CSU bei. Mit 23 Jahren zog sie in den Parteivorstand ein, nur ein Jahr später wurde sie eine der jüngsten Abgeordneten im Bundestag.

Parallel zu ihrer politischen Laufbahn absolvierte sie ein Studium der Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut (OSI) der Freien Universität Berlin, das sie 2006 mit dem Diplom und der Note 1,5 (entspricht einer Eins) abschloss. Ihr Studium wurde durch ein Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung gefördert, einer der CSU nahestehenden politischen Organisation. Ihre Diplomarbeit ist jedoch weder in der OSI-Bibliothek noch im Archiv der Stiftung auffindbar.

Ursprünglich hatte die Koalition eine Erhöhung der Wohnkostenpauschale für BAföG-Empfänger von 380 auf 440 Euro beschlossen. Doch in einem aktuellen Interview machte Bäder deutlich, dass die Regierungsfraktionen die Reform nun ablehnen. Stattdessen plädierte sie dafür, dass Studierende während des Studiums arbeiten sollten, und bezeichnete sie im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen als „sehr privilegiert“.

Bäders Aussagen markieren eine Kehrtwende in der Koalitionsposition zur finanziellen Unterstützung von Studierenden. Die geplante Erhöhung der Wohnkostenpauschale scheint damit vom Tisch. Ihre Haltung spiegelt sowohl ihre politische Erfahrung als auch ihren eigenen akademischen Werdegang wider – auch wenn zentrale Details ihres Studiums nicht nachprüfbar sind.

Quelle