Daimler plant radikale Umstrukturierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit bis 2030
Alida ZänkerDaimler plant radikale Umstrukturierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit bis 2030
Daimler erwägt eine umfassende Umstrukturierung seiner Geschäftsbereiche. Das Unternehmen könnte seine Sparten Mercedes-Benz Pkw & Transporter sowie Daimler Lkw & Busse in eigenständige rechtliche Einheiten umwandeln. Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche betonte die Notwendigkeit von Veränderungen, um wettbewerbsfähig und profitabel zu bleiben.
Die geplante Neuordnung würde dem Vorbild der Daimler Financial Services folgen. Alle drei Bereiche behielten ihren Hauptsitz in Deutschland, falls der Plan umgesetzt wird.
Der Vorstand hat das Vorhaben bereits gebilligt, doch steht noch die Zustimmung des Aufsichtsrats aus. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen, zudem wäre die Zustimmung der Aktionäre erforderlich. Im Rahmen der Umstrukturierung sind keine Ausgliederungen, Kostensenkungen oder Stellenabbau vorgesehen.
Im Rahmen der Initiative „Zukunftssicherung 2030“ einigte sich Daimler mit den Arbeitnehmervertretern auf eine Verlängerung der Beschäftigungsgarantien bis Ende 2029. Zudem wird das Unternehmen im Zuge der Vereinbarung 3 Milliarden Euro in seine Pensionskasse einzahlen. Die vorbereitenden Maßnahmen für das Projekt werden Kosten im dreistelligen Millionenbereich verursachen.
Ziel der Umstrukturierung ist die Modernisierung der Daimler-Geschäftsabläufe. Das Unternehmen hat die Unterstützung der Belegschaft gesichert und erhebliche Mittel für den Wandel bereitgestellt. Dennoch hängt die Umsetzung des Plans noch von weiteren Genehmigungen und der Zustimmung der Aktionäre ab.






