17 June 2026, 18:25

Dermbachs Bürger protestieren gegen geplante Windkraft-Vorranggebiete

Öffentliche Versammlung in Dermbach: Kritische Fragen dominieren die Debatte

Dermbachs Bürger protestieren gegen geplante Windkraft-Vorranggebiete

In Dermbach diskutieren Bürger über Windkraft – Kritik überwiegt

Die Gemeinde Dermbach veranstaltete am Montag eine öffentliche Versammlung, um über die Windenergie in der Region zu diskutieren. Rund 100 Teilnehmer folgten der Einladung, darunter Gemeinderäte sowie Vertreter einer Bürgerinitiative, die sich gegen Windräder in Wäldern einsetzt.

Im Mittelpunkt stand der zweite Entwurf des Teilplans für Windenergie, der 40 neue Vorranggebiete mit einer Fläche von etwa 7.483 Hektar vorsieht. Diese übertreffen zwar das Ziel Thüringens für 2027, reichen aber noch nicht für die Vorgaben bis 2032 aus.

Landrat Dr. Michael Brodführer betonte, dass im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön keine Windkraftanlagen errichtet werden sollen. In den Präsentationen ging es vor allem um das Vorranggebiet W 14 sowie um den übergeordneten Teilplan.

Während der Fragerunde überwog die Kritik an der Windenergie. Anwohner äußerten Bedenken hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen, der Zerstörung des Landschaftsbilds und der Plausibilität der Energiebedarfsanalysen. Viele fragten zudem nach formellen Anforderungen und Fristen für Einwendungen. Bürgermeister Thomas Hugk rief die Anwesenden dazu auf, sowohl die Chancen als auch die Risiken der Windenergie abzuwägen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Bürgerinitiative bot den Anwohnern Unterstützung bei der Formulierung und Einreichung offizieller Stellungnahmen und Einwände an.

Die Versammlung zeigte, dass es vor Ort erheblichen Widerstand gegen Teile des Windenergieplans gibt. Gleichzeitig klärten die Verantwortlichen über zentrale Einschränkungen auf, etwa den Ausschluss des Biosphärenreservats. Die Bürger erhielten zudem klarere Hinweise, wie sie sich in das Planungsverfahren einbringen können.

Quelle