11 May 2026, 00:34

Deutschland drängt auf Tomahawk-Kauf: Europas Raketenlücke wird zum Sicherheitsrisiko

Plakat mit einem Soldaten in einem Helm und einer Militäruniform, der eine Waffe hält, mit der Aufschrift "Investiere in die Invasion, kaufe Kriegsanleihen" darüber.

Deutschland drängt auf Tomahawk-Kauf: Europas Raketenlücke wird zum Sicherheitsrisiko

Europa steht vor einer wachsenden Lücke bei der Abwehr langstreckiger Raketen – während die Sorge vor russischen Militärdrohungen zunimmt. Während Großbritannien und Frankreich über seegestützte Marschflugkörper verfügen, fehlen den meisten europäischen Ländern bodengestützte Systeme mit vergleichbarer Reichweite. Nun drängt Deutschland auf den Kauf moderner Tomahawk-Marschflugkörper aus den USA, um diese Lücke zu schließen.

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Deutschland hat seine Bemühungen intensiviert, Tomahawk-Marschflugkörper und Typhon-Abschusssysteme aus den Vereinigten Staaten zu erwerben. Verteidigungsminister Boris Pistorius wird in Kürze nach Washington reisen, um über das mögliche Geschäft zu verhandeln. Berlin strebt den Kauf von drei Abschusssystemen und 400 Tomahawk-Block-VB-Raketen an, die eine Reichweite von 1.600 Kilometern haben.

Das deutsche Verteidigungsministerium bestätigte, dass der Kauf verfügbarer Raketensysteme weiterhin aktiv geprüft werde. Die Verantwortlichen seien bereit, einen Aufpreis zu zahlen, um die Lieferung zu beschleunigen und die Zustimmung der Trump-Administration zu sichern. Dennoch gibt es Skepsis: Der Verteidigungsexperte Carlo Masala argumentiert, dass Deutschlands Vorstoß für die Tomahawks kaum Aussicht auf Erfolg habe.

Die Dringlichkeit ergibt sich aus der Befürchtung, dass ein reduziertes militärisches Engagement der USA in Europa die Abschreckung gegen Russland schwächen könnte. Derzeit verfügen nur Großbritannien und Frankreich über langstreckige Marschflugkörper – Großbritannien über U-Boot-gestützte Tomahawks, Frankreich über Schiffsraketen mit einer Reichweite von 1.000 Kilometern. Ohne ähnliche Fähigkeiten droht Europa in der strategischen Verteidigung zurückzufallen.

Sollte der Deal genehmigt werden, würde dies Deutschlands Fähigkeiten zu langstreckigen Präzisionsschlägen deutlich stärken. Die Beschaffung der Tomahawks würde zudem eine Verschiebung in Europas Verteidigungsstrategie markieren und aktuelle Schwachstellen beheben. Ob der Plan vorankommt, hängt nun von den Verhandlungen mit den USA ab.

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