Deutschland verpasst Frist für EU-Lohntransparenzrichtlinie – was jetzt?
Käte KitzmannDeutschland verpasst Frist für EU-Lohntransparenzrichtlinie – was jetzt?
Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie verpasst. Das Gesetz, das Lohnungleichheiten aufdecken soll, hätte eigentlich bis zum 7. Juni in Kraft treten müssen. Das Bundesfamilienministerium bestätigte jedoch, dass es zu weiteren Verzögerungen kommen wird.
Die EU-Richtlinie verlangt von den Mitgliedstaaten, Maßnahmen zur Gewährleistung von Gehaltstransparenz einzuführen. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatte zwar bereits Vorbereitungen für das Gesetzgebungsverfahren getroffen, doch sind zusätzliche Abstimmungen nötig, wodurch sich der ursprüngliche Zeitplan verschiebt.
Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt, verfolgt die Entwicklungen rund um Lohngerechtigkeit und die Rolle von KI in der Arbeitswelt seit Langem. Vor ihrer aktuellen Position arbeitete sie im Technologie-Ressort des Manager Magazins, wo sie intensiv über die KI-Branche berichtete. In ihren Artikeln untersucht sie auch, wie Technologie Arbeits- und Gesellschaftsstrukturen verändert.
Ein neuer Termin für das Inkrafttreten der Richtlinie steht noch nicht fest. Aus dem Ministerium hieß es lediglich, dass das Ziel für Anfang Juni nicht erreicht werde. Die Verzögerung bedeutet, dass Deutschland vorerst ohne die neuen Transparenzregeln auskommen muss. Arbeitgeber und Beschäftigte bleiben damit vorerst an die bestehenden Regelungen zur Gehaltsoffenlegung gebunden. Bevor die Richtlinie umgesetzt werden kann, müssen im Ministerium noch weitere Schritte abgeschlossen werden.






