DFB-Pokal-Finale: Bayern siegt 3:0 – doch Pyro-Chaos überschattet den Abend
Franziska MentzelDFB-Pokal-Finale: Bayern siegt 3:0 – doch Pyro-Chaos überschattet den Abend
Das DFB-Pokal-Finale zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart endete mit einem 3:0-Sieg der Münchner. Doch das Spiel wurde von wiederholten Unterbrechungen überschattet, nachdem Fans Pyrotechnik auf den Platz geworfen hatten.
Die Partie musste wegen der Vorfälle mehrmals für mehrere Minuten unterbrochen werden, wurde aber nicht abgebrochen. Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, erklärte im Nachhinein, er hätte das Spiel lieber abbrechen lassen. Er zeigte sich überrascht, dass Schiedsrichter Sven Jablonski trotz der Verstöße den Fortgang der Begegnung erlaubte.
Reul forderte daraufhin von den Vereinen strengere Kontrollen, um das absolute Verbot von Pyrotechnik durchzusetzen. Die anstehende Innenministerkonferenz in Hamburg wird sich nun mit den Stadion-Sicherheitsmaßnahmen befassen – als Reaktion auf den Vorfall.
Bei der vorherigen Konferenz in Bremen hatten die Diskussionen vor allem Stadiongewalt und Fanproteste im Fokus. Doch zu strittigen Themen wie personalisierten Tickets, flächendeckenden Identitätskontrollen, Gesichtserkennung oder KI-Überwachung gab es keine Einigungen. Laut Berichten des Spiegel fehlen im Entwurf für neue Sicherheitsvorkehrungen konkrete Schritte.
Das DFB-Pokal-Finale machte erneut die anhaltenden Probleme mit dem Fanverhalten und den Sicherheitsprotokollen deutlich. Auf der Hamburger Konferenz sollen nun die bestehenden Maßnahmen überprüft werden. Die Debatte über schärfere Kontrollen und deren Umsetzung bleibt jedoch weiterhin ungelöst.






