DGB attackiert Arbeitsmarktreform: "Beschäftigte zahlen die Zeche"
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die geplante Arbeitsmarktreform der Bundesregierung scharf angegriffen. Auf seinem Bundeskongress in Berlin, der an diesem Sonntag beginnt, wird die DGB-Führung einen Resolutionsentwurf vorlegen, der die Vorhaben von CDU/CSU und SPD kritisiert. Die Gewerkschaft warnt, dass Arbeitnehmer:innen stärker belastet würden, sollten die Änderungen umgesetzt werden.
In der Resolution wirft der DGB der Bundesregierung tiefe interne Zerwürfnisse und mangelnde Einheitlichkeit vor. Die anhaltenden Streitigkeiten hätten zentrale Politiken blockiert, während Beschäftigte die Zeche zahlen müssten und Unternehmen ihrer Verantwortung nicht gerecht würden.
Einer der Hauptkritikpunkte der Gewerkschaft ist die Gefährdung bestehender Arbeitnehmerschutzrechte. Der DGB lehnt jede Abschwächung des Kündigungsschutzes oder des Rechts auf Teilzeitarbeit ab. Auch die Pläne, den Acht-Stunden-Tag aufzuweichen und Feiertage abzuschaffen, werden abgelehnt – solche Schritte würden die Rechte der Beschäftigten aushöhlen, so die Argumentation.
Im Gesundheitsbereich verweist der DGB auf die wachsende finanzielle Belastung der Versicherten. Die Resolution warnt vor der Einführung einer teilweisen Krankschreibung, die Arbeitnehmer:innen dazu drängen könnte, trotz Krankheit zu arbeiten. Weitere Kürzungen bei der gesetzlichen Rente und eine Anhebung des Renteneintrittsalters werden als ungerechte Belastung für die Bevölkerung verurteilt.
Die Gewerkschaft betont, dass viele der geplanten Maßnahmen auf breite Ablehnung stoßen. Statt die Situation zu entspannen, riskierten die Reformen, die Kosten noch stärker auf die Beschäftigten abzuwälzen, während Unternehmen entlastet würden.
Die Haltung des DGB deutet auf eine Konfrontation mit der Politik über die Zukunft der Arbeitnehmerrechte hin. Der Kongress in Berlin wird den Widerstand gegen die Reformen formalisieren, von denen die Gewerkschaft behauptet, sie würden die Beschäftigten schlechterstellen. Das Ergebnis könnte die Debatten über Löhne, Arbeitsbedingungen und sozialen Schutz in den kommenden Monaten prägen.






