07 June 2026, 02:26

DGB fordert gesetzliche Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten

Rentenreform: DGB-Chef Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberbeitrag

DGB fordert gesetzliche Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten

DGB drängt auf verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine gesetzliche Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten ein. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi kündigte an, noch bis Monatsende konkrete Vorschläge vorzulegen. Sie argumentiert, dass Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligen müssten, statt die volle Last allein den Arbeitnehmern aufzubürden.

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Aktuell verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland über keine betriebliche Altersvorsorge. Die meisten arbeiten in Betrieben ohne Tarifbindung und haben daher keine zusätzlichen Rentenansprüche. Fahimi betont, der DGB sei bereit, diese Leistungen im Rahmen von Tarifverträgen für alle Arbeitnehmer kollektiv auszuhandeln.

Für Unternehmen ohne Tarifverträge schlägt der DGB vor, Beschäftigte unter vereinfachten Bedingungen in bestehende Vorsorgesysteme einzubinden. Fahimi räumt ein, dass es aufgrund enger finanzieller Spielräume Widerstand geben könnte, hält den Plan aber für gerecht. Sie verweist auf andere europäische Länder, in denen die Pflichtbeiträge zur Altersvorsorge oft über 20 Prozent liegen – mit einem deutlich höheren Arbeitgeberanteil.

Ziel des DGB-Vorschlags ist es, die betriebliche Altersvorsorge als zusätzliche Säule zu etablieren, wobei Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beiträge übernehmen sollen. Fahimi betont, dass diese Forderung angesichts höherer Beitragssätze in anderen europäischen Ländern keineswegs überzogen sei.

Die detaillierten Pläne des DGB werden noch vor Ende des Monats veröffentlicht. Bei einer Umsetzung würden Millionen Beschäftigte erstmals Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge erhalten. Arbeitgeber müssten sich an der Finanzierung beteiligen und so einen Teil der Belastung von den Arbeitnehmern nehmen.

Quelle