Die Linke wählt neues Führungsteam und positioniert sich klar zum Gaza-Konflikt
Paulina JüttnerDie Linke wählt neues Führungsteam und positioniert sich klar zum Gaza-Konflikt
Die Linke hat auf einer dreitägigen Konferenz in Potsdam ihre neue Führung gewählt. Die Delegierten arbeiteten zudem an der künftigen Strategie der Partei. Zu den zentralen Beschlüssen gehörten ein neues Doppelspitzenteam und eine klare Positionierung zum Gaza-Konflikt.
Ines Schwerdtner wurde mit etwa 86 Prozent der Stimmen als Parteivorsitzende wiedergewählt. Dieses Ergebnis übertrifft ihre erste Wahl 2024, als sie rund 80 Prozent der Stimmen erhielt. Diesmal trat sie ohne Gegenkandidatur an.
Als ihr neuer Co-Vorsitzender wurde Luigi Pantisano mit knapp über 53 Prozent der Stimmen gewählt. Er löst Jan van Aken ab, der aus gesundheitlichen Gründen auf eine weitere Amtszeit verzichtete. Auch Pantisano hatte keine Konkurrenten bei der Abstimmung.
Die Konferenz endete mit einem Kompromissbeschluss: Die Partei stuft Israels Vorgehen im Gaza-Krieg nun offiziell als Völkermord ein. Zudem stand die Rolle der Linken bei den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland im Fokus.
Mit dem neuen Führungsteam und der aktualisierten Haltung zu Gaza sowie einer klaren strategischen Ausrichtung geht die Partei in die nächsten Wahlen. Die Potsdamer Konferenz hat die Weichen für die kommenden Schritte gestellt.






