27 June 2026, 02:30

Dieter Nuhrs umstrittene Aussagen zu Femiziden lösen Debatte über Männerbilder aus

Hunderte von Femiziden: Dieter Nuhr sieht 'praktisch null' Gefahr f"ur Frauen

Dieter Nuhrs umstrittene Aussagen zu Femiziden lösen Debatte über Männerbilder aus

Der Komiker Dieter Nuhr hat nach Äußerungen in einer Sendung im Juni 2023 heftige Kritik geerntet. Seine Bemerkungen über Männer und Femizide lösten eine Welle der Empörung aus. Später verteidigte er seine Position und wies den Vorwurf zurück, Gewalt gegen Frauen verharmlosen zu wollen.

Während der Show konzentrierte sich Nuhr auf den Begriff „strukturell“ und die Idee einer kollektiven Schuldzuweisung an Männer. Er argumentierte, Männer würden pauschal und ungerechtfertigt diffamiert. Zudem schlug er vor, dass es die Sicherheit erhöhen könnte, eine Partnerin vor dem Sex besser kennenzulernen.

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Nach dem Aufschrei nutzte Nuhr Facebook, um seine Haltung zu präzisieren. Er betonte, er habe keine Witze über Femizide gemacht – und werde dies auch nie tun. Gleichzeitig wiederholte er seine Verteidigung von Männern gegen das, was er als überzogene Vorwürfe bezeichnete.

Die offiziellen Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA) verdeutlichen das Ausmaß des Problems: 2024 wurden in Deutschland 328 Mädchen und Frauen getötet. Die Daten zeigen zudem, dass fast 80 Prozent der Opfer von Partnerschaftsgewalt weiblich sind. Nuhr selbst bezifferte die jährliche Zahl der Femizide in Deutschland auf 300 bis 350 Fälle.

Die Debatte zeigt die Spannung zwischen öffentlicher Diskussion und sensiblen gesellschaftlichen Themen. Nuhrs Äußerungen und seine spätere Rechtfertigung halten die Auseinandersetzung über Femizide und Verantwortung in der Öffentlichkeit präsent. Die BKA-Statistiken unterstreichen die anhaltende Realität von Gewalt gegen Frauen im Land.

Quelle