Düsseldorf verzichtet auf Neubau und saniert stattdessen das historische Opernhaus
Franziska MentzelDüsseldorf verzichtet auf Neubau und saniert stattdessen das historische Opernhaus
Düsseldorf hat die Pläne für ein neues Opernhaus fallen gelassen und wird stattdessen sein historisches Gebäude sanieren. Die Entscheidung folgt auf Bedenken wegen steigender Kosten und knapper Haushaltsmittel. Oberbürgermeister Stephan Keller bezeichnete den Schritt als schwierig, aber notwendig.
Ende 2021 hatte der Stadtrat noch den Bau eines neuen Opernhauses mit geschätzten Kosten von mindestens 716 Millionen Euro beschlossen. Die Baukosten sollten auf eine Milliarde Euro gedeckelt werden, doch durch die Finanzierung über 50 Jahre wäre die Gesamtbelastung auf rund 1,8 Milliarden Euro angestiegen. Zunächst hatten die Verantwortlichen eine Sanierung des bestehenden Gebäudes abgelehnt, später jedoch angesichts der finanziellen Zwänge neu bewertet.
Die Stadt steht vor weiteren großen Ausgaben, darunter neue Schulen und eine Brücke. Angesichts begrenzter Mittel müssen die Investitionspläne nun im Rahmen des aktuellen Haushalts bleiben. Trotz der Umplanung werden die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein während der Sanierungsarbeiten ohne Unterbrechung fortgesetzt.
Die Sanierung bewahrt Düsseldorfs historisches Opernhaus und vermeidet gleichzeitig die höheren Kosten eines Neubaus. Die Entscheidung sichert die finanzielle Handlungsfähigkeit für andere wichtige Projekte. Die Spielpläne bleiben während der Modernisierungsarbeiten unverändert aufrechterhalten.






