Energiepreise bleiben hoch: Landkreistag warnt vor sozialer Not auf dem Land
Franziska MentzelEnergiepreise bleiben hoch: Landkreistag warnt vor sozialer Not auf dem Land
Die Energiepreise in Deutschland zeigen laut Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags (DLT), keine Anzeichen für eine baldige Entspannung. Er forderte die Bundesregierung auf, die finanzielle Unterstützung für Haushalte mit steigenden Kosten zu verlängern – insbesondere in ländlichen Regionen, wo die Belastung am größten ist.
Brötel betonte, dass Entlastungsmaßnahmen auch jenseits der Großstädte ankommen müssten. Ohne weitere Hilfen, warnte er, drohten vielen Menschen auf dem Land – die oft längere Arbeitswege hätten – erhebliche finanzielle Not. Für manche sei die Situation mittlerweile eine Frage des Überlebens.
Als mögliche Lösungen nannte er einen Treibstoffrabatt oder eine Erhöhung der Pendlerpauschale. Zudem drängte Brötel die Regierung, Unterstützung nicht nur für den Sommer, sondern gegebenenfalls auch für den Herbst zu planen. Klare Worte fand er auch zur regionalen Ungleichheit: Gleiche Lebensverhältnisse im ganzen Land seien nur möglich, wenn die Unterschiede bei den Energiepreisen zwischen Stadt und Land ausgeglichen würden.
Der DLT-Präsident mahnte zudem zügiges Handeln ohne politische Grabenkämpfe an. Eine schnelle Einigung auf Hilfsmaßnahmen müsse Vorrang vor Koalitionsstreitigkeiten haben, so Brötel.
Seine Warnungen unterstreichen die anhaltende Belastung durch hohe Energiekosten – vor allem außerhalb der Ballungsräume. Die Regierung steht nun unter Druck, gezielte Entlastungen zu schaffen, bevor sich die Lage weiter zuspitzt. Ohne Gegenmaßnahmen könnten ländliche Haushalte und Pendler die Hauptlast der steigenden Preise noch monatelang tragen.






