Fahimi zerpflückt Regierungspläne: "Steuerreform schadet der Wirtschaft"
Paulina JüttnerFahimi zerpflückt Regierungspläne: "Steuerreform schadet der Wirtschaft"
Yasmin Fahimi, eine führende Persönlichkeit in den deutschen Koalitionsverhandlungen, hat die geplante Steuerreform der Regierung scharf kritisiert. Pauschale Kürzungen bei staatlichen Subventionen bezeichnete sie als „völligen Unsinn“ und warnte, die aktuellen Pläne könnten der Wirtschaft schaden. Ein entscheidendes Treffen mit Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden ist für Mittwoch angesetzt, um Alternativen zu diskutieren.
Fahimi argumentierte, dass ein undifferenzierter Abbau von Subventionen die tiefer liegenden wirtschaftlichen Probleme nicht löse. Den Ansatz nannte sie „sowohl wirtschaftlich als auch sozial völlig verfehlt“ und betonte, dass reine Sparpolitik das Land nicht modernisiere. Stattdessen plädierte sie für strukturelle Reformen, die Investitionen, Arbeitsplatzschaffung und Klimaziele in den Fokus nehmen.
Laut Fahimi würde der Regierungsplan, der auf radikale Kürzungen ohne umfassendere Änderungen setzt, die „Binnennachfrage würgen“. Sie schlug vor, dass Förderung gezielt an Unternehmen gehen solle, die in ihre Betriebe investieren, stabile Arbeitsplätze schaffen oder auf Klimaneutralität umstellen. Ihre Äußerungen signalisierten zwar Reformbereitschaft – allerdings nur, wenn diese verantwortungsvoll gestaltet werden.
Die Gewerkschaften bereiten für das Mittwochstreffen eigene Vorschläge vor. Ihre Ideen zielen darauf ab, die Belastung für Unternehmen zu verringern und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu stärken. Fahimi machte deutlich, dass es nicht darum gehe, Reformen zu blockieren, sondern sie so umzugestalten, dass sie der Wirtschaft nicht schaden.
Bei den Gesprächen am Mittwoch werden Koalitionsspitze, Gewerkschaften und Wirtschaftsvertreter zusammenkommen, um über die Reformen zu debattieren. Fahimis Kritik unterstreicht die tiefen Gräben bei der Frage, wie Haushaltskürzungen mit wirtschaftlicher Förderung in Einklang zu bringen sind. Das Ergebnis könnte entscheiden, ob der finale Plan eher auf Sparmaßnahmen oder gezielte Investitionen setzt.






