05 June 2026, 17:50

FDP wählt Kubicki als neuen Chef – kann er die Partei retten?

FDP startet Bundesparteitag mit Vorstandswahlen in Berlin

FDP wählt Kubicki als neuen Chef – kann er die Partei retten?

Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat sich am Samstag in Berlin zu ihrem Bundesparteitag versammelt. Die Veranstaltung markiert einen entscheidenden Moment für die schwer angeschlagene Partei, die bei der Bundestagswahl 2023 alle ihre Mandate verloren hat. Die Delegierten werden voraussichtlich Wolfgang Kubicki zum neuen Bundesvorsitzenden wählen – ein Schritt, der die Wende für die Liberalen einleiten soll.

Die FDP steckt in der tiefsten Krise ihrer Geschichte. Nach dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im Februar 2023 flog die Partei aus dem Parlament. Nur einen Monat später verlor sie auch ihre Vertretung in den Landtagen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

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Wolfgang Kubicki, ehemaliger Bundestagsvizpräsident, tritt nun als einziger Kandidat für den Parteivorsitz an. Henning Höne, FDP-Landeschef in Nordrhein-Westfalen, hatte zunächst über eine Kandidatur nachgedacht, zog sich dann aber zurück. Kubickis Wahl gilt als sicher, da er ohne Gegenkandidaten antreten wird.

Trotz des Führungswechsels bleibt das Vertrauen in der Bevölkerung gering. Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass rund zwei Drittel der Befragten zweifeln, ob die FDP sich so weit erholen kann, um künftig wieder die Fünf-Prozent-Marke zu überspringen.

Kubickis Aufgabe ist klar: Er muss die FDP vor dem endgültigen Abstieg bewahren und ihre politische Relevanz zurückgewinnen. Das Überleben der Partei hängt nun davon ab, ob es gelingt, nach den historisch schlechtesten Wahlergebnissen das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Der Parteitag in Berlin bildet den Auftakt für einen vermutlich langen Weg der Erholung.

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