09 May 2026, 08:28

Frankfurter Apotheker verliert Approbation nach jahrelangem Betrug mit 1,6 Millionen Euro Schaden

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikanern zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Frankfurter Apotheker verliert Approbation nach jahrelangem Betrug mit 1,6 Millionen Euro Schaden

Ein Frankfurter Apotheker hat nach Jahren des Betrugs und beruflicher Pflichtverstöße seine Approbation verloren. Ermittler deckten 65 Fälle falscher Abrechnungen auf, durch die gesetzliche Krankenkassen mehr als 1,6 Millionen Euro verloren. Das Gericht urteilte, sein Handeln zeige klar kriminelle Absicht und habe das Vertrauen der Patienten schwer erschüttert.

Der Fall begann 2010, als der Apotheker das Geschäft seines Bruders übernahm, gegen den bereits wegen Abrechnungsbetrugs ermittelt wurde. Statt die Praktiken zu korrigieren, führte er das System mindestens drei weitere Jahre fort. In dieser Zeit rechnete er Rezepturen ab, die er nie ausstellte, und teilte die Gewinne mit den Patienten.

Die Aufsichtsbehörden erwogen zwar bereits 2015, ihm die Approbation zu entziehen, verschoben das Verfahren jedoch bis zum Abschluss der strafrechtlichen Ermittlungen. Der Betrug endete erst im Dezember 2013, woraufhin er die gestohlenen Gelder zurückzahlte. Doch das Gericht wertete sein Geständnis und die Rückerstattung später als unzureichend, um seinen beruflichen Ruf wiederherzustellen.

Weitere Probleme traten 2021 zutage, als Prüfer feststellten, dass COVID-19-Tests unsachgemäß durchgeführt und Hygienestandards missachtet worden waren. Diese neuen Verstöße in Verbindung mit dem früheren Betrug führten schließlich dazu, dass ihm am 2. Februar 2022 die Approbation entzogen wurde.

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Das Verwaltungsgericht Frankfurt betonte, dass korrekte Abrechnungen zu den grundlegenden Pflichten eines Apothekers gehören. Seine wiederholten Versäumnisse, so das Urteil, machten ihn unwürdig, den Beruf weiter auszuüben.

Der Entzug der Approbation setzt einer langen Reihe von Fehlverhalten ein Ende. Mit 1,6 Millionen Euro, die durch Betrug verloren gingen, und mehrfachen Verstößen gegen berufsrechtliche Vorschriften entfernt die Entscheidung den Apotheker endgültig aus dem Gesundheitswesen. Die Gesundheitsbehörden werden die Apotheke nun unter jeder künftigen Leitung überwachen.

Quelle