Freiburg baut Schutzzaun um Synagoge nach wachsender Bedrohungslage
Freiburg wird bald einen Schutzzaun um die städtische Synagoge errichten. Die Entscheidung folgt wachsenden Sicherheitsbedenken und einer Zunahme von Angriffen auf jüdisches Leben in ganz Deutschland. Das Projekt wurde sorgfältig geplant – unter Einbeziehung der örtlichen Jüdischen Gemeinde.
Der Zaun war ein Wunsch der Jüdischen Gemeinde und wurde nach monatelangen Beratungen genehmigt. Er wird etwa 1,75 Meter hoch sein und ein transparentes Design aufweisen, darunter ein Tor in Form eines Leuchters (Menora). Die Konstruktion soll Sicherheit bieten, ohne dabei eine abschottende Wirkung zu erzeugen.
Die Gesamtkosten werden auf 120.000 Euro geschätzt. Der Zentralrat der Juden in Deutschland übernimmt 27.500 Euro, die Stadt Freiburg trägt die restlichen Ausgaben. Die Planung und Umsetzung übernimmt der Caritasverband Freiburg.
Bürgermeister Martin Horn betonte, der Schutz jüdischen Lebens bleibe oberste Priorität. Nikita Nikischin, Sicherheitsbeauftragter der Jüdischen Gemeinde, begrüßte den Zaun als notwendige Maßnahme zum Schutz der Gemeindemitglieder und der Synagoge. Die Absperrung soll zudem einen würdevollen Gedenkort schaffen – integriert werden dabei Grundsteine der ehemaligen Synagoge.
Der neue Zaun wird die Sicherheit der Jüdischen Gemeinde in Freiburg erhöhen. Die Bauarbeiten sollen unter der Aufsicht des Caritasverbands erfolgen. Nach Fertigstellung wird er sowohl Schutz- als auch Gedenkzwecken dienen.






