Funk löst Shitstorm aus: Warum die Bibel als "Mondmüll" polarisiert
Paulina JüttnerFunk löst Shitstorm aus: Warum die Bibel als "Mondmüll" polarisiert
Funk, die jugendorientierte Digitalplattform der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, hat kürzlich wegen eines Instagram-Beitrags Kritik geerntet. Darin wurde die Bibel als „Müll“ bezeichnet, der auf dem Mond zurückgelassen wurde – zusammen mit Gegenständen wie menschlichen Ausscheidungen und Golfbällen. Kritiker hinterfragten die Wortwahl und warfen der Redaktion mangelnden Respekt gegenüber religiösen Texten vor.
In dem Beitrag hatte Funk die Bibel unter den Objekten aufgelistet, die aufgrund der Begrenzungen von Raumfahrtmissionen auf der Mondoberfläche verblieben sind. Dazu zählten auch Asche, Golfbälle und Beutel mit Exkrementen. Später präzisierte die Plattform, dass „Müll“ sich auf von Menschen hergestellte, im Weltraum entsorgte Gegenstände beziehe – und nicht als abwertende Bezeichnung gemeint sei.
Die Debatte weitete sich auf einen weiteren Beitrag aus, in dem Funk die Abkürzung „v. u. Z.“ (vor unserer Zeitrechnung) statt „v. Chr.“ (vor Christus) verwendete. Die Redaktion rechtfertigte dies als neutrale Datierungsweise. Eine bewusste Distanzierung von christlicher Terminologie oder eine Ablehnung religiöser Bezüge wies Funk zurück.
Wörterbücher wie der Duden oder das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache definieren „Müll“ als Abfall aus Haushalten oder Betrieben, der zur Entsorgung gesammelt wird. Funk beharrte darauf, den Begriff genau in diesem Sinne verwendet zu haben.
Der Instagram-Beitrag löste eine breite Diskussion über Sprache und den Umgang mit religiösen Schriften aus. Funk blieb bei seiner Formulierung und betonte den sachlichen Kontext der auf dem Mond zurückgelassenen Objekte. Zudem bekräftigte die Plattform ihre neutrale Haltung zu Datierungsweisen und religiöser Terminologie.






