Gäubahn endet 2026 in Vaihingen – jahrelange Umwege für Pendler
Ab dem Frühjahr 2026 wird die Gäubahn nicht mehr bis zum Stuttgarter Hauptbahnhof fahren. Stattdessen endet die Strecke im Stadtteil Vaihingen – bedingt durch die laufenden Bauarbeiten für das Projekt Stuttgart 21. Die Umstellung bedeutet für Fahrgäste jahrelange Reisebeeinträchtigungen, bis eine neue unterirdische Verbindung fertiggestellt ist.
Das Verwaltungsgericht Baden-Württemberg (VGH) hat einen Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) abgewiesen. Die Organisation hatte versucht, die Verkürzung der Gäubahn zu stoppen und eine teilweise Rücknahme der Planfeststellung für das Projekt zu erwirken. Das Gericht sah jedoch keine stichhaltigen Gründe, die Bauarbeiten zu unterbrechen.
Bereits im Februar hatte die DUH mit einer Beschwerde beim Stuttgarter Verwaltungsgericht versucht, die Änderungen zu verhindern – ebenfalls ohne Erfolg. Mit der jüngsten Ablehnung wird die geplante Umstellung nun wie vorgesehen umgesetzt.
Ab Anfang 2026 endet der Betrieb der Gäubahn am Bahnhof Stuttgart-Vaihingen statt am Hauptbahnhof. Reisende müssen dann in Regionalzüge oder S-Bahnen umsteigen, um das Stadtzentrum zu erreichen. Diese Übergangslösung soll mindestens bis 2028 gelten, wenn der Pfaffensteigtunnel in Betrieb gehen soll. Die vollständige Fertigstellung der neuen unterirdischen Verbindung ist jedoch erst für 2032 geplant.
Die Entscheidung bedeutet für Fahrgäste mindestens vier Jahre mit erheblichen Einschränkungen. Bis zur Fertigstellung des Tunnels gibt es keine direkte Verbindung vom Gäubahn-Netz zum Stuttgarter Hauptbahnhof. Mit dem Urteil ist sichergestellt, dass die Bauarbeiten ohne weitere rechtliche Verzögerungen fortgesetzt werden.






