23 May 2026, 04:37

Gericht gibt Klara Schedlich in #MeToo-Streit gegen Stefan Gelbhaar recht

Grüne Politikerin Schedlich gewinnt Rechtsstreit gegen Gelbhaar

Gericht gibt Klara Schedlich in #MeToo-Streit gegen Stefan Gelbhaar recht

Ein Hamburger Gericht hat in einem Rechtsstreit zwischen der Grünen-Politikerin Klara Schedlich und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar zugunsten Schedlichs entschieden. Das Urteil erlaubt ihr, bestimmte Aussagen aus einer eidesstattlichen Versicherung zu wiederholen, die sie gegenüber dem Rundfunksender RBB abgegeben hatte. Der Fall ist Teil der weiteren #MeToo-Vorwürfe, die Gelbhaar zuvor umgaben und schließlich zu seinem politischen Sturz führten.

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Der Streit begann, als der RBB 2024 über mehrere #MeToo-Vorwürfe gegen Stefan Gelbhaar berichtete. Keine dieser Anschuldigungen stammte von Klara Schedlich, doch sie reichte später eine eidesstattliche Erklärung mit eigenen Aussagen über ihn ein. Gelbhaar wies alle Vorwürfe als falsch zurück und leitete zunächst rechtliche Schritte gegen Schedlich ein.

Das Oberlandesgericht Hamburg entschied nun, dass Schedlich Teile ihrer eidesstattlichen Versicherung wiederholen darf. Zwar räumte das Gericht ein, dass es widersprüchliche Darstellungen zwischen den beiden gibt, wies ihre Aussagen jedoch nicht vollständig zurück. Viele der früheren #MeToo-Vorwürfe gegen Gelbhaar wurden später als unbegründet eingestuft, woraufhin der RBB eine öffentliche Entschuldigung veröffentlichte.

Der Skandal hatte unmittelbare Folgen für Gelbhaars politische Laufbahn: Er verlor die sichere Nominierung für die Bundestagswahl 2025 und schied kurz darauf aus dem Parlament aus. Der juristische Erfolg Schedlichs ermöglicht es ihr nun, an ihren ursprünglichen Aussagen festzuhalten, ohne weitere rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

Das Urteil markiert das Ende eines langwierigen Rechtsstreits zwischen den beiden Grünen-Politikern. Während Schedlichs Recht, ihre Behauptungen zu wiederholen, bestätigt wurde, bleibt Gelbhaars politischer Rückzug mit den Folgen der Vorwürfe verbunden. Der Fall steht zudem im Zusammenhang mit der Entschuldigung des RBB für die Berichterstattung über die anfänglichen #MeToo-Vorwürfe.

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