24 March 2026, 10:33

Gorfion Green Energy fordert radikale Reformen für die beschleunigte Energiewende in Deutschland

Tortendiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasserheizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Gorfion Green Energy fordert radikale Reformen für die beschleunigte Energiewende in Deutschland

Neues Diskussionspapier von Gorfion Green Energy skizziert mutige Schritte zur Beschleunigung der deutschen Energiewende

In einem aktuellen Diskussionspapier schlägt Gorfion Green Energy weitreichende Maßnahmen vor, um den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland zu beschleunigen und die Kosten zu senken. Unter dem Titel "Realitätscheck des deutschen Stromsystems" analysiert der Bericht notwendige rechtliche und strukturelle Reformen, um Engpässe im Netz, Planungsverzögerungen und ineffiziente Subventionen zu überwinden – und das ohne zusätzliche Belastungen für Steuerzahler oder Verbraucher.

Kern der Vorschläge ist ein bedarfsorientierter Ausbau der Erneuerbaren, der sich auf Regionen mit dem höchsten Energieverbrauch konzentriert. Dafür müsste die Bundesregierung zentrale Gesetze überarbeiten, darunter das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Geplant sind unter anderem strikte Anschlussfristen für neue Anlagen: Solarprojekte bis 750 kW müssten innerhalb von 12 Monaten ans Netz gehen, größere Anlagen innerhalb von 18 Monaten. Netzbetreiber, die diese Vorgaben verfehlen, sollen mit finanziellen Sanktionen belegt werden.

Eine zentrale Koordinierungsstelle bei der Bundesnetzagentur soll Genehmigungsverfahren beschleunigen, während das Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) die Finanzierung sicherstellt, um die Netzausbauziele bis 2026 zu erreichen. Zudem schlägt das Papier regionale Preiszonen und dynamische Netzentgelte vor, um Investitionen dorthin zu lenken, wo der Netzausbau am dringendsten ist, und Verbraucher für flexible Stromnutzung zu belohnen.

Weitere zentrale Maßnahmen umfassen die Abschaffung der EEG-Förderung, um Erneuerbare stärker dem Markt auszusetzen, sowie die Einführung von Multi-Co-Location – einem System, das mehreren Erzeugern die gemeinsame Nutzung von Netzanschlüssen ermöglicht. Dies würde die Infrastruktur entlasten und teure Redispatch-Maßnahmen reduzieren. Zudem wird ein digitaler Zwilling des deutschen Stromnetzes vorgeschlagen, um Transparenz zu erhöhen und die Zusammenarbeit der Akteure zu verbessern.

Die Autoren argumentieren, dass Vereinfachungen bei Planungsrechten, die Gleichstellung von Speichern mit Erzeugungsanlagen und die Durchsetzung von Anschlussfristen bis 2045 rund 123 Milliarden Euro an Netzausbaukosten sparen könnten – zusätzlich zu Einsparungen durch den schrittweisen Wegfall der EEG-Subventionen. Das Papier appelliert an Politiker, Energieerzeuger und Netzbetreiber, die Reformen zu unterstützen, und betont, dass nur ein systemischer Wandel – und keine bloßen Teilkorrekturen – die Klimaziele kostengünstig erreichen kann.

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Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, könnten sie die Energiewende in Deutschland grundlegend verändern: durch Bürokratieabbau, effizientere Netznutzung und langfristige Kostensenkungen. Der nächste Schritt hängt nun von gesetzgeberischen Weichenstellungen und der Zusammenarbeit aller Beteiligten ab. Die Verfasser versichern, dass die Reformen einen schnelleren und günstigeren Umbau der Energieversorgung ermöglichen – ohne Haushalte oder Unternehmen zusätzlich zu belasten.

Quelle