17 April 2026, 12:33

Grüne fordern rasche Reform der gesetzlichen Krankenversicherung vor Sommerpause

Plakat mit dem Text "Beenden Sie den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Machen Sie niedrigere Gesundheitskosten dauerhaft und schließen Sie die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

Grüne fordern rasche Reform der gesetzlichen Krankenversicherung vor Sommerpause

Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen, hat zu dringendem Handeln bei der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland aufgerufen. Ohne schnelle Änderungen könnte eine Finanzlücke von 15 Millionen Euro die Beitragssätze ab Januar nächsten Jahres deutlich in die Höhe treiben. Dahmen warnte, dass weitere Verzögerungen die finanzielle Belastung für Arbeitnehmer und Unternehmen zusätzlich verschärfen würden.

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In Gesprächen mit den Sendern RTL und ntv betonte Dahmen, dass der Koalitionsregierung die Zeit davonläuft. Ein Jahr lang habe man in Kommissionen diskutiert – jetzt müsse endlich Taten statt Worte folgen, forderte er. Der Gesetzentwurf müsse noch vor der Sommerpause finalisiert werden, um finanzielle Folgen abzuwenden.

Der Haushaltsausschuss, der die Beitragssätze für 2025 festlegt, kommt bereits im Oktober zusammen. Dahmen rief die Minister auf, die Osterpause nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, sondern umgehend Reformvorschläge vorzulegen. Ohne Eingriffe könnten die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung bis zum Ende dieser Legislaturperiode auf 25 Prozent steigen.

Dahmen wies zudem auf die volkswirtschaftlichen Risiken hin. Ein starker Anstieg der Beiträge, so seine Warnung, würde die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands untergraben und Arbeitnehmer wie Arbeitgeber zusätzlich belasten.

Die Regierung steht unter Zeitdruck, die Finanzlücke zu schließen und die Beitragssätze zu stabilisieren. Wird bis zum Sommer nicht gehandelt, drohen Millionen Versicherten höhere Kosten. Die geplanten Reformen sollen einen drastischen Anstieg der Abgaben verhindern und die wirtschaftliche Stabilität sichern.

Quelle