Handgreiflichkeiten bei SPD-Streit: Zwei Mitglieder geraten in Berlin-Mitte aneinander
Paulina JüttnerHandgreiflichkeiten bei SPD-Streit: Zwei Mitglieder geraten in Berlin-Mitte aneinander
Handgreiflichkeiten bei SPD-Streit in Berlin-Mitte: Zwei Mitglieder geraten aneinander
Bei einer Parteiversammlung in Berlin-Mitte kam es vergangene Woche zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen zwei SPD-Mitgliedern. Beteiligt waren Maja Lasic, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, und Kazem Radpasand, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Panke-Kiez. Auslöser des Konflikts war die Aufstellung der Kandidaten für die anstehende Berliner Landeswahl 2026.
Der Vorfall ereignete sich am 10. September 2025 bei einem Treffen von SPD-Funktionsträgern. Bereits seit Längerem schwelten Spannungen um sichere Listenplätze im Bezirksverband Mitte. Radpasand, der den lokalen Vorstand leitet, hatte zuvor gegen Lasic in zwei internen Abstimmungen verloren – einmal bei der Kandidatenaufstellung, ein weiteres Mal in einer parteiinternen Entscheidung.
Während der Auseinandersetzung soll Lasic Radpasand zunächst angeschrien und ihm anschließend den Arm verdreht haben. Radpasand erstattete daraufhin Meldung beim Awareness-Team der SPD und forderte eine interne Klärung sowie eine offizielle Entschuldigung. Lasic räumte ein, verbal überzogen reagiert zu haben, bestritt jedoch jede körperliche Aggression.
Radpasand pocht darauf, dass der Vorfall nach Parteiregeln aufgearbeitet wird. Lasic bleibt unterdessen Ersatzmitglied im Vorstand, den Radpasand führt.
Der Streit offenbart die anhaltenden Gräben innerhalb des SPD-Bezirksverbandes Mitte vor der Wahl 2026. Radpasands Forderung nach einer sachlichen Aufklärung und einer Entschuldigung ist bisher unerfüllt. Das Awareness-Team der Partei prüft den Vorfall nun.






