Handwerksbetriebe in Sachsen-Anhalt kämpfen ums Überleben – Umsätze brechen ein
Käte KitzmannHandwerksbetriebe in Sachsen-Anhalt kämpfen ums Überleben – Umsätze brechen ein
Handwerksbetriebe in Sachsen-Anhalt kämpfen mit schwierigem Wirtschaftsklima
Vorläufige Daten des Landesamtes für Statistik zeigen einen deutlichen Rückgang der Umsätze im Baugewerbe, während andere Handwerkszweige gemischte Ergebnisse melden. Vertreter der Branche fordern nun politische Maßnahmen, um die Belastungen zu verringern.
Die Erlöse im Bauhandwerk brachen im Vergleich zum Vorjahr um fast 12 Prozent ein. Auch Kfz-Werkstätten, das Nahrungsmittelhandwerk und gesundheitsnahe Gewerbe verzeichneten rückläufige Umsätze. Gleichzeitig konnten handwerkliche Betriebe mit privatem Kundenstamm, wie Friseure und Fotografen, ihre Verkäufe steigern.
Trotz dieser Zuwächse ging die Beschäftigtenzahl in allen Handwerksbranchen zurück. Selbst in Bereichen mit wachsenden Umsätzen wurden Stellen abgebaut. Steigende Kosten für Energie, Treibstoffe und Materialien belasten die Betriebe zusätzlich – ebenso wie Bürokratie, Steuern und Sozialabgaben.
Der Trend beschränkt sich nicht auf Sachsen-Anhalt: Auch der Sächsische Handwerkstag berichtet von einer ähnlichen Abwärtsspirale bei seinen Mitgliedern. Wirtschaftliche Schwäche und fehlende Planungssicherheit führen dazu, dass viele Unternehmen Investitionen aufschieben.
Handwerksvertreter in ganz Deutschland fordern nun politische Reformen, um die Herausforderungen zu bewältigen. Die Branche leidet weiterhin unter sinkenden Umsätzen, Stellenabbau und wachsenden finanziellen Belastungen. Die aktuellen Erkenntnisse basieren auf vorläufigen Daten aus dem quartalsweisen Handwerksbericht.






