Hertha BSC setzt auf Neuaufbau und Jugendförderung statt Aufstieg
Franziska MentzelHertha BSC setzt auf Neuaufbau und Jugendförderung statt Aufstieg
Hertha BSC startet mit umgestaltetem Kader und angepassten Zielen in die neue Saison
Hertha BSC hat die Vorbereitungen auf die neue Spielzeit mit einem neu formierten Team und revidierten Ambitionen aufgenommen. Nach einem siebten Platz in der vergangenen Saison verfehlte der Verein seine selbstgesteckten Ziele. Finanzielle Zwänge und Abgänge wichtiger Spieler haben die Prioritäten nun weg vom Aufstieg verschoben.
Unter Trainer Stefan Leitl absolvierte die Mannschaft kürzlich ein zweitägiges Trainingslager in Kienbaum. Im Mittelpunkt standen Teambuilding-Maßnahmen, die Festlegung erster interner Ziele sowie die Klärung der Rollenverteilung für die kommende Saison.
Mit dem Abgang von Leistungsträgern wie Fabian Reese hat der Club zwar einen zweistelligen Millionenbetrag eingenommen und so die finanzielle Lage entlastet, gleichzeitig aber auch sportlich an Substanz verloren. Bisher gab es keine größeren Neuzugänge – stattdessen könnten sich Chancen für Talente aus der eigenen Jugend wie Boris Mamuzah Lum ergeben.
Geschäftsführer Peter Görlich wird am Montag die realistischen Saisonziele des Vereins vorstellen. Hertha BSC bleibt dabei dem „Berliner Weg“ treu, einer Vision, die einst der verstorbene Clubpräsident Kay Bernstein prägte. Ein sofortiger Aufstieg steht in dieser Spielzeit nicht im Fokus. Stattdessen werden finanzielle Grenzen und ein schmälerer Kader den Weg bestimmen. Der Verein setzt auf einen Neuaufbau, der Jugendförderung mit einer gestärkten Club-Identität verbindet.
