Hünfeld ehrt langjähriges Engagement seiner Ehrenamtlichen vor Kommunalwahl-Wechsel
Franziska MentzelHünfeld ehrt langjähriges Engagement seiner Ehrenamtlichen vor Kommunalwahl-Wechsel
Hünfelds parlamentarischer Abend ehrt Engagement lokaler Ehrenamtlicher
Zum Abschluss der Kommunalwahlperiode 2021–2026 würdigte die Stadt Hünfeld das Engagement politischer Ehrenamtlicher. Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Stadtratsvorsitzender Jürgen Bohl richteten die Feier im Kolpinghaus aus und ehrten alle, die sich in den vergangenen fünf Jahren für das Gemeinwohl eingesetzt hatten.
Besondere Anerkennung erhielt Ingrid Braun, die zur Stadtältesten ernannt wurde. Zudem wurden Alexander Gradl, Pia Biedenbach und Annette Trapp für ihr langjähriges Engagement zu ehrenamtlichen Ortsvorstehern bestellt.
In seiner Rede ging Bohl auf gesellschaftliche Veränderungen ein. Er beobachtete eine zunehmende Tendenz, bei der Eigeninteressen über das Gemeinwohl gestellt würden. Dies führe zu einem Rückgang konstruktiver Mitwirkung – statt Lösungen mitzugestalten, werde oft nur noch Kritik geübt.
Bohl kritisierte auch, dass Entscheidungen, die individuelle Freiheiten einschränken, schnell als „Gängelung“ oder böswillig missverstanden würden. Gleichzeitig nehme die Bereitschaft zu sachlichen Diskussionen ab, da diese häufig von abwertenden oder besserwisserischen Haltungen überlagert würden.
Im Mittelpunkt des Abends stand der Dank an alle, die ihre Ämter niederlegen – darunter Magistratsmitglieder, Stadträte und ehrenamtliche Beiräte. Bohl betonte, wie oft das Engagement in der Kommunalpolitik unsichtbar bleibe, obwohl es für den Zusammenhalt der Gemeinschaft unverzichtbar sei. Die Veranstaltung bot eine offizielle Würdigung ihrer Arbeit, bevor die neue Amtszeit beginnt.
Die Feier markierte nicht nur das Ende der aktuellen Legislaturperiode, sondern unterstrich auch die Herausforderungen, die bürgerschaftliches Engagement heute mit sich bringt. Die Geehrten, darunter Braun und die neuen Ortsvorsteher, wurden für ihren Einsatz gedankt. Der Abend machte deutlich, wie wichtig ehrenamtliches Wirken für die lokale Demokratie ist – besonders in Hünfeld, das sich nun auf die nächste Phase vorbereitet.






