IKEA setzt auf Mini-Läden und revolutioniert sein Geschäftsmodell
Franziska MentzelIKEA setzt auf Mini-Läden und revolutioniert sein Geschäftsmodell
IKEA stellt sein Ladengeschäftsmodell um und setzt künftig auf deutlich kleinere Verkaufsflächen. Mit dieser Strategie will der Möbelriese auf einen schwächelnden Markt reagieren und Standorte erschließen, an denen große Filialen nicht praktikabel wären.
Die neuen Läden umfassen rund 2.950 Quadratmeter – ein Bruchteil der üblichen 35.000 Quadratmeter. Sie dienen vor allem als Ausstellungsräume und Beratungszentren, während der Großteil der Produkte online bestellt wird. Kunden finden dort etwa 2.650 mitnehmbare Artikel und 1.000 Ausstellungsstücke, verglichen mit mindestens 10.000 in einer klassischen Filiale.
Der erste dieser kompakten Standorte hat bereits in Ingolstadt, Bayern, eröffnet. IKEA plant, weltweit 20 weitere zu eröffnen, mit Optionen auf weitere Expansion. Allein in Deutschland machen die Online-Umsätze bereits fast 1,5 Milliarden Euro aus – ein Viertel des gesamten Einzelhandelsumsatzes des Unternehmens.
Das neue Konzept ermöglicht es IKEA, Märkte zu erschließen, in denen große Filialen nicht realisierbar sind. Die kleineren Flächen setzen stärker auf digitale Verkäufe, bieten aber weiterhin eine Auswahl an Produkten vor Ort. Das Unternehmen will dieses Format künftig priorisieren, um sein Wachstum voranzutreiben.
