Jugendlicher erleidet lebensgefährlichen Stromschlag auf Kesselwagen in Villingen
Franziska MentzelJugendlicher erleidet lebensgefährlichen Stromschlag auf Kesselwagen in Villingen
Schwerverletzter Jugendlicher nach Stromschlag am Bahnhof Villingen
In den frühen Morgenstunden des Sonntag, 15. Juni 2025, wurde ein 17-Jähriger am Bahnhof Villingen schwer verletzt. Der Jugendliche war auf einen abgestellten Kesselwagen geklettert und hatte einen Stromschlag erlitten, woraufhin der Bahnhof vorübergehend gesperrt werden musste, während Rettungskräfte im Einsatz waren.
Der Vorfall ereignete sich gegen 03:35 Uhr auf Gleis 3. Der junge Mann, ein deutscher Staatsbürger, berührte eine Oberleitung, während er sich auf dem Waggon befand, wodurch ein Lichtbogen entstand. Er stürzte mit lebensbedrohlichen Verletzungen auf die Gleise und wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.
Es folgte ein Großeinsatz: Die Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein, Beamte aus Konstanz, Feuerwehrkräfte, zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie ein Krisenmanager der Deutschen Bahn waren vor Ort. Der Bahnhof blieb bis 04:51 Uhr gesperrt, während die Ermittlungen und Bergungsarbeiten liefen.
Die Behörden bestätigten später, dass im vergangenen Jahr bundesweit 1.247 ähnliche Vorfälle mit Kindern oder Jugendlichen auf oder in der Nähe von Gleisanlagen und Stromsystemen registriert wurden. Die Bundespolizei warnte erneut davor, dass Bahnanlagen keine Spielplätze seien, und wies darauf hin, dass Oberleitungen mit 15.000 Volt unter Spannung stehen – das entspricht dem 65-fachen einer Haushaltssteckdose.
Der Jugendliche befindet sich weiterhin mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Vorfall hat zu erneuten Appellen für mehr Vorsicht im Umgang mit Bahninfrastruktur geführt. Die Einsatzkräfte haben die Stelle inzwischen geräumt, und der Bahnhof hat den regulären Betrieb wieder aufgenommen.






