KI revolutioniert Ampeln: Mehr Sicherheit für Fußgänger und flüssigeren Verkehr
Käte KitzmannKI revolutioniert Ampeln: Mehr Sicherheit für Fußgänger und flüssigeren Verkehr
KI-gestütztes Verkehrssystem könnte Fußgängerüberwege sicherer machen und den Verkehrsfluss verbessern
Ein neues, mit künstlicher Intelligenz (KI) betriebenes Verkehrssystem könnte Fußgänger an Übergängen besser schützen und gleichzeitig den Verkehrsfluss optimieren. Entwickelt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Technologieunternehmen Vitronic, setzt das Projekt LTSA auf intelligente Sensoren, die Verkehrsteilnehmer in Echtzeit erfassen. Die Technologie soll Wartezeiten verkürzen und die Sicherheit erhöhen – insbesondere für vulnerable Gruppen wie Kinder und ältere Menschen.
Das LTSA+-System nutzt eine Sensorplattform, die Fußgänger überwacht, ohne dabei die Privatsphäre zu beeinträchtigen. Es kann Bewegungsmuster vorhersagen und Personen erkennen, noch bevor sie den Überweg erreichen. Anhand dieser Daten passt die KI die Ampelphasen dynamisch an: Grünphasen werden etwa für langsamere Fußgänger oder Menschen mit Behinderungen verlängert.
Auch Autofahrer profitieren von der Flexibilität des Systems. Wenn keine Fußgänger warten, kann die KI unnötige Grünphasen überspringen und so den Verkehrsfluss aufrechterhalten. Die Technologie ist mit nahezu allen bestehenden Ampelanlagen kompatibel und lässt sich an verschiedene Verkehrsmittel anpassen – etwa um Busse oder Radfahrer zu priorisieren.
Forscher testen sogar eine vierte Ampelfarbe, die speziell für autonome Fahrzeuge entwickelt wurde. Diese Neuerung könnte den Verkehr weiter entzerren, sobald selbstfahrende Autos verbreiteter sind.
Das LTSA+-System bietet praktische Vorteile für Fußgänger und Autofahrer gleichermaßen: Es verlängert Überquerungszeiten für diejenigen, die sie benötigen, und reduziert Verzögerungen bei geringem Fußgängeraufkommen. So gelingt eine Balance zwischen Sicherheit und Effizienz. Mit der weiteren Entwicklung der KI könnten solche Systeme bald zum Standard in der städtischen Verkehrssteuerung werden.






