02 May 2026, 02:27

Kostenexplosion im Teilladungsverkehr trotz stagnierender Sendungsmengen

Balkendiagramm mit der Aufschrift "Globaler Containerfrachtindex", das jühliche Containerfrachten mit verschiedenen Balkenhöhen zeigt.

Kostenexplosion im Teilladungsverkehr trotz stagnierender Sendungsmengen

Kosten im deutschen Teilladungsverkehr steigen weiter – trotz stagnierender Sendungsmengen

Die Ausgaben im deutschen Less-than-Truckload-(LTL)-Transport sind erneut gestiegen, obwohl das Sendungsaufkommen nahezu unverändert blieb. Ein aktueller Bericht zeigt, dass die Kosten in den Bereichen Arbeitskräfte, Palettenhandling und Betrieb angestiegen sind – mit nur noch geringen Spielräumen für Effizienzgewinne, um die Steigerungen auszugleichen.

Die Sendungsmengen in den LTL-Netzen verzeichneten im Jahresvergleich lediglich einen leichten Rückgang. Dennoch stiegen die Kosten weiter, getrieben von mehreren Faktoren. Die Personalkosten, die den größten Anteil an den prozessbezogenen Ausgaben ausmachen, erhöhten sich im zweiten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent und machen nun etwa 51 Prozent der Gesamtprozesskosten aus.

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Die Kosten für den Palettenumschlag kletterten um 6,4 Prozent, vor allem wegen eines Preisanstiegs bei Paletten um 21 Prozent. Mautgebühren und Spritkosten blieben dagegen relativ stabil und dämpften so den Gesamtkostenanstieg. Die Betriebskosten stiegen ebenfalls um 4,2 Prozent und machen nun 33 Prozent der Gesamtausgaben aus.

Die Zahl der Umschlagterminals erhöhte sich um vier, wodurch die durchschnittliche Sendungsmenge pro Depot um 3,3 Prozent sank. Trotz dieser Anpassungen stiegen die prozessbezogenen Sendungskosten im Vergleich zum Vorjahr dennoch um 3,4 Prozent.

Der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) warnt, dass die Branche kaum noch Kapazitäten habe, weitere Kostensteigerungen allein durch interne Effizienzmaßnahmen abzufedern.

Die aktuellen Zahlen zeigen einen klaren Trend: Die Kosten im LTL-Verkehr steigen schneller als die Sendungsmengen. Mit Arbeitskräften und Palettenhandling als Hauptkostentreiber steht der Sektor unter Druck, über betriebliche Optimierungen hinaus neue Wege zur Kostensenkung zu finden. Die Einschätzung des DSLV deutet darauf hin, dass externe Lösungen notwendig sein könnten, um die Finanzen zu stabilisieren.

Quelle