24 March 2026, 01:16

Lebensgefahr an Oberleitung: Zwei Männer in Böbingen schwer verletzt

Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Zugkollision auf den Schienen mit Einsatzkräften in Helmen in der Nähe, umgeben von Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel.

Lebensgefahr an Oberleitung: Zwei Männer in Böbingen schwer verletzt

Schwere Unfälle an Oberleitung: Zwei Männer bei Böbingen lebensgefährlich verletzt

Am 22. Mai 2025 erlitten zwei junge Männer an der Bahnstation Böbingen lebensbedrohliche Verletzungen, nachdem sie bei Arbeiten in der Nähe von Gleis 3 mit einer Hochspannungs-Oberleitung in Kontakt gekommen waren. Augenzeugenberichten zufolge alarmierte ein Fahrdienstleiter sofort die Rettungskräfte, nachdem er den Unfall beobachtet hatte.

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Die 20- und 26-jährigen Männer hatten eine Messlatte eingesetzt, die sich der mit 15.000 Volt geladenen Oberleitung zu sehr näherte. Durch die Unterschreitung des vorgeschriebenen Sicherheitsabstands entstand ein Lichtbogen, der schwere Verbrennungen verursachte. Beide Verletzten wurden per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen und notfallmedizinisch versorgt.

Oberleitungen von Eisenbahnen führen eine Spannung, die 65-mal höher ist als die einer Haushaltssteckdose. Selbst ohne direkte Berührung können sie tödliche Stromschläge auslösen. Unbefugtes Betreten der Gleisanlagen in der Nähe solcher Leitungen ist äußerst lebensgefährlich.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung. Laut Statistiken der Deutschen Bahn und des Eisenbahn-Bundesamts gab es in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland etwa 15 schwere oder tödliche Unfälle im Zusammenhang mit Oberleitungen. Die meisten Fälle gingen auf unbefugtes Betreten der Gleise, Suizidversuche oder Fremdkörper zurück, die mit den Leitungen in Berührung kamen.

Der Vorfall unterstreicht die extremen Gefahren, die von Hochspannungsanlagen im Bahnbereich ausgehen. Die Behörden betonen erneut, dass in solchen Bereichen ausschließlich geschultes Personal mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen arbeiten darf. Die genauen Umstände des Unfalls werden weiterhin untersucht.

Quelle