Lindner lehnt Rentenkommissions-Vorschläge ab – und warnt vor neuen Belastungen
Paulina JüttnerLindner lehnt Rentenkommissions-Vorschläge ab – und warnt vor neuen Belastungen
FDP-Chef Christian Lindner hat sich zu den Vorschlägen der Rentenkommission der Regierung geäußert – und zeigt sich wenig begeistert. Das Paket sieht er keineswegs als Meisterwerk an, einige Empfehlungen stoßen bei ihm auf Skepsis.
Eine vollständige Umsetzung aller 33 Vorschläge in ein Gesetzespaket würde Lindner nicht mitzeichnen. Teile des Entwurfs bewertet er als Rückschritte, während andere Ansätze durchaus Impulse für mehr Generationengerechtigkeit und langfristige Nachhaltigkeit böten.
Kritik übt er insbesondere am Vorhaben, Solo-Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Dies würde nach Lindners Einschätzung die demografischen Herausforderungen verschärfen und künftige Finanzlasten schaffen. Auch die geplante Erhöhung der Rentenversicherungsbeiträge im Zusammenhang mit der kapitalgedeckten Altersvorsorge lehnt er ab.
Dass er selbst die Federführung für eine umfassende Rentenreform übernehmen wird, schließt der FDP-Vorsitzende aus. Stattdessen zeigt er sich gespannt, welche Teile des Vorschlags den politischen Prozess überstehen werden. Sein Fokus liege auf neuen, intellektuell anspruchsvollen Aufgaben.
Lindners Haltung unterstreicht die tiefen Gräben bei der Bewertung der Kommissionsempfehlungen. Die Zukunft des Pakets bleibt ungewiss, während die politischen Diskussionen weitergehen. Das Endergebnis wird von Verhandlungen und möglichen Kompromissen abhängen.
