Mainz steht vor monatelangen Großbaustellen – was Pendler jetzt wissen müssen
Franziska MentzelMainz steht vor monatelangen Großbaustellen – was Pendler jetzt wissen müssen
Mainz bereitet sich auf eine intensive Phase von Straßenbau- und Infrastrukturprojekten vor
In den kommenden Monaten steht Mainz eine geschäftige Zeit mit umfangreichen Bauarbeiten und Modernisierungsmaßnahmen bevor. Ab diesem Sommer starten mehrere Großprojekte, die den Verkehr, den Straßenbahnbetrieb und die Fußgängerwege in der gesamten Stadt beeinträchtigen werden. Die Mobilitätsdezernentin Janina Steinkrüger hat die wichtigsten Baustellen für die zweite Jahreshälfte skizziert.
Zu den Arbeiten gehören Brückenabriss, die Erneuerung von Straßenbahnstrecken und die Sanierung von Fahrbahnen, wobei in einigen Bereichen mit längerfristigen Einschränkungen zu rechnen ist. Während einige Projekte die Barrierefreiheit verbessern sollen, erfordern andere temporäre Sperrungen und Umleitungen im ÖPNV.
Eine der bedeutendsten Veränderungen steht Ende Juni an, wenn die Binger Straße wieder vollständig für den Verkehr in beide Richtungen freigegeben wird. Die Straße war fast zwei Jahre lang eine Baustelle; die letzte Phase der Arbeiten ist für die 27. Kalenderwoche (29. Juni bis 5. Juli) geplant. Die Straßenbahnverbindungen auf dieser Strecke sollen im August wiederaufgenommen werden.
Während der Sommerferien beginnen die Sanierungsarbeiten an der Straßenbahnlinie nach Hechtsheim, zunächst an der Kreuzung in der Nähe des Pariser Tors. Die Straße wird dort für drei Wochen voll gesperrt, bevor sie wieder freigegeben wird. Ein größeres Projekt zieht sich jedoch bis 2027 hin und umfasst die gesamte Strecke bis zur Haltestelle Bürgerhaus. Gleiserneuerungen und Barrierefreiheitsmaßnahmen stehen an, doch bis zum Einsatz längerer Straßenbahnen im Jahr 2028 müssen die Hechtsheimer Einwohner auf Schienenersatzverkehr ausweichen.
In der Oberstadt werden das Schneckenburger Areal und die Universitätsmedizin im Sommer an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Arbeiten sind so geplant, dass Vollsperrungen vermieden und die Beeinträchtigungen für den Verkehr möglichst gering gehalten werden.
Später im Jahr beginnt der Abriss der Hochbrücke, die den Mainzer Hauptbahnhof mit Mombach verbindet. Bis 2029 kommt es wiederholt zu Vollsperrungen, die sowohl den Straßen- als auch den Schienenverkehr betreffen. Eine weitere große Sperrung ist für den Herbst vorgesehen: Die Pariser Straße (B40) in Bretzenheim wird für etwa zwei Wochen komplett gesperrt. Parallel dazu finden Sanierungsarbeiten an den Brücken in der Nähe der Haifa-Allee und der Albert-Stohr-Straße statt.
Auch die Altstadt bleibt nicht verschont: Mehrere Straßen werden wegen Kabelreparaturen aufgerissen. In der Umbachstraße und der Holzhofstraße wird der Verkehr vorübergehend einseitig geregelt, um die Bauarbeiten zu ermöglichen. Da sich viele Projekte überschneiden, wird die Zahl der Baustellen in Mainz in den nächsten Monaten deutlich zunehmen.
Die Bauvorhaben sollen langfristig die Verkehrs- und Wärmeinfrastruktur in Mainz modernisieren. Dennoch müssen sich Anwohner und Pendler in den kommenden Jahren auf Verzögerungen und temporäre Umleitungen einstellen. Wo nötig, werden Ersatzverkehrsmittel wie Busse eingesetzt, um die Einschränkungen während der Arbeiten so gering wie möglich zu halten.






