29 June 2026, 10:25

Massenrücktritt im Vorstand der Mittelstandsunion erschüttert CSU in Oberfranken

Löst sich die Mittelstandsunion auf? Vorstand im bayerischen Bezirk tritt zurück

Massenrücktritt im Vorstand der Mittelstandsunion erschüttert CSU in Oberfranken

Der gesamte Vorstand der Mittelstandsunion im bayerischen Landkreis Hof ist zurückgetreten. Darunter sind fünf Mitglieder, die die Mittelstandsunion (SME Union) vollständig verlassen haben. Der Schritt deutet auf wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Organisation hin.

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Cornelia und Yvonne Jeschek, Doris Wirth-Narr, Claus Hofmann sowie Sascha Rödel haben ihre Ämter niedergelegt. Sie sind der Ansicht, dass die Mittelstandsunion kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) keinen sinnvollen Einfluss mehr auf Entscheidungen ermöglicht, die sie betreffen. Die Vorstandsmitglieder äußerten Frustration über vorab festgelegte Politiken, das Fehlen offener Debatten sowie Probleme wie steigende Bürokratie, Sozialabgaben und Energiekosten.

Auch Michael Kretzer, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Mittelstandsunion in Oberfranken und Leiter des Hof-Kreisverbandes, hat seinen Rücktritt erklärt. Er verließ sowohl die Mittelstandsunion als auch die CSU und kritisierte die Partei dafür, den Kontakt zu ihren Mitgliedern und den wirtschaftlichen Realitäten verloren zu haben. Kretzer zufolge werden Entscheidungen über KMU oft ohne Einbindung lokaler Verantwortungsträger getroffen. Die Bedenken beschränken sich nicht auf den Landkreis, sondern erstrecken sich bis auf regionale und Landesebene, wo die Auseinandersetzung mit KMU-Themen nachgelassen hat.

Die Rücktritte unterstreichen eine grundsätzliche Entfremdung zwischen der Mittelstandsunion, der CSU und der Wirtschaft. Die Vorstandsmitglieder fühlen sich unter den aktuellen Strukturen nicht mehr in der Lage, die Interessen der KMU glaubwürdig zu vertreten. Dies wirft Fragen zur Zukunft der lokalen Repräsentation innerhalb der Organisation auf.

Quelle