Matthias Hundt widerruft Rücktritt – doch der Berliner Senat will ihn entlassen
Franziska MentzelMatthias Hundt widerruft Rücktritt – doch der Berliner Senat will ihn entlassen
Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, nimmt seinen Rücktritt zurück
Die Kehrtwende kommt inmitten anhaltender Prüfungen seiner Verbindungen zu einem Unternehmen, das nun vor der Insolvenz steht. Die Behörden ermitteln weiterhin wegen Vorwürfen, die mit seiner früheren Tätigkeit in der Wirtschaft zusammenhängen.
Am 25. November 2025 wurden gegen die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH Insolvenzverfahren eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Dresden untersucht Hundts Rolle in dem Unternehmen, obwohl er jeden finanziellen Anteil daran bestreitet. Aus Unterlagen geht hervor, dass er lediglich bis Herbst 2024 als externer Geschäftsführer tätig war.
Als Grund für den Widerruf seines Rücktritts nannte Hundt die Frustration über unbewiesene Vorwürfe. Dennoch treibt der Berliner Senat die Pläne für seine Entlassung voran; eine endgültige Entscheidung wird für Dienstag erwartet. Falls er abberufen wird, stünde ihm eine Abfindung in Höhe von etwa 72.000 Euro zu – entsprechend einem halben Jahresgehalt.
Unterdessen führt die Deutsche Rentenversicherung eine Prüfung durch, um zu klären, ob die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH fällige Sozialabgaben nicht abgeführt hat. Hundt betonte zudem, dass er während seiner Zeit als Direktor keine Anteile an einem weiteren Unternehmen, der Humboldt Capture Germany GmbH, besaß.
Sein Rückzug vom Rücktritt stoppt das laufende Entlassungsverfahren des Senats nicht. Die Ermittlungen zu den Finanzen der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH und seiner Funktion im Unternehmen dauern an. Eine endgültige Entscheidung über seine politische Zukunft steht in den kommenden Tagen an.






