07 June 2026, 04:26

Mönchengladbach baut dreimal mehr Sozialwohnungen – wie gelingt der Rekord?

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Wohnungen

Mönchengladbach baut dreimal mehr Sozialwohnungen – wie gelingt der Rekord?

Mönchengladbach verzeichnet dramatischen Anstieg im sozialen Wohnungsbau – 758 neue Wohnungen 2025 fertiggestellt

Mönchengladbach hat im Jahr 2025 einen deutlichen Schub beim Bau von Sozialwohnungen erlebt: 758 neue Wohnungen wurden fertiggestellt – fast das Dreifache des Vorjahreswerts. Damit belegt die Stadt Platz drei unter den kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen. Der starke Anstieg folgt auf eine massive Aufstockung der Mittel: 2025 gab die Stadt 274 Prozent des ursprünglich für 2024 veranschlagten Budgets für den sozialen Wohnungsbau aus – ein krasser Gegensatz zu nur fünf Prozent im Jahr 2021.

Der Erfolg ist Teil der Initiative „Wohnen für alle“, die Mönchengladbach 2023 ins Leben gerufen hat. Das Programm setzt auf bezahlbaren Wohnraum, barrierefreie Konzeptionen und die Entwicklung innerstädtischer Quartiere. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau Mönchengladbach treibt den Neubau voran, während die Kommune rund 43 Millionen Euro an Eigenkapital investierte, um zusätzliche Fördermittel und Kredite zu sichern.

Alleine 2025 bewilligte Mönchengladbach 43,2 Millionen Euro an Wohnungsbauförderung für 218 Wohneinheiten. Gleichzeitig stiegen die Baugenehmigungen für neue Wohnungen um 73,6 Prozent – ein Gegentrend zum landesweiten Rückgang. Nordrhein-Westfalen insgesamt verzeichnete dagegen einen Einbruch: Nur 37.185 Wohnungen wurden fertiggestellt, der niedrigste Stand seit 14 Jahren und ein Rückgang um 9,4 Prozent gegenüber 2024.

In anderen Regionen hemmen steigende Kosten die Entwicklung. Die Baukosten im Land stiegen Anfang 2025 um 3,2 Prozent, während die Zahl der Baugenehmigungen seit 2020 um 27,4 Prozent sank. Bundesweit sind die Zinsen für Baukredite seit 2022 von nahe null auf drei bis vier Prozent geklettert – eine Belastung für Bauherren und Käufer gleichermaßen.

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Trotz dieser Herausforderungen liegt die Bauquote in Mönchengladbach bei 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner – 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Nur Köln und Münster bauen noch schneller. Oberbürgermeister Felix Heinrichs führt den Erfolg auf langfristige Planung und entschlossenes Handeln zurück, selbst in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld.

Die Ergebnisse katapultieren Mönchengladbach an die Spitze der Region: Mit der Fertigstellungsrate 2025 liegt die Stadt auf Platz drei im Landesvergleich. Durch die Kombination aus gezielten Fördermitteln und strategischen Investitionen gelingt es, mehr Wohnraum zu schaffen – während anderswo der Bau rückläufig ist. Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, diesen Schwung angesichts wachsender finanzieller Belastungen zu halten.

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